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Donnerstag, 10. Mai: 9.00 -
Freitag, 11. Mai: 20.15 Uhr

 

Prof. Harald Mante

Fotografie-Workshop "Stadt und Pflanze"

Natur  im Spannungsfeld
zwischen Mauerblümchen und Park,
zwischen Wildwuchs und Vorgarten

 

Nicht nur die Grundlagen der analogen oder digitalen Kameratechnik wollen erlernt sein, mindestens ebenso wichtig sind die Kenntnis der unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten und deren fotografische Umsetzung. In dem zweitägigen/zwanzigstündigen Workshop „Stadt und Pflanze - Natur  im Spannungsfeld zwischen Mauerblümchen und Park, zwischen Wildwuchs und Vorgarten“ lernen die Teilnehmer von dem bekannten Fotografie-Professor Harald Mante, die freie und experimentelle Fotografie in Theorie und Praxis. Die intensive Analyse der Aufnahmen, der Dia-Vortrag von Fritz Pölking und die Feierstunde mit der Siegerehrung der „Glanzlichter“-Gewinner runden den Workshop ab.

Prof. Harald Mante, Jahrgang 1936, begann nach seiner Handwerkslehre 1957 mit dem Studium der Malerei an der Werkkunstschule Wiesbaden. Zum Ende des Studiums kam es zu ersten Kontakten mit der Fotografie, der sich 1964 eine große Fotoreise nach Irland anschloss. Nach Veröffentlichungen in Publikums- und Fachzeitschriften folgte ein Jahr später die Entscheidung zur freiberuflichen Tätigkeit als Foto-Designer. Das erste Lehrbuch „Bildaufbau“ erschien 1969, zwei Jahre später kam das Fachbuch „Farbdesign“ heraus.

Nachdem Prof. Harald Mante bereits von 1967-71 einen Lehrauftrag für Fotografie an der Werkkunstschule Wiesbaden hatte und von 1971-74 an der Gesamthochschule Wuppertal hauptamtlich lehrte, war er von 1974-2001 Professor für freie und experimentelle Farbfotografie, sowie für Gestaltungslehre im Grundstudium an der Fachhochschule Dortmund. In den über 40 Jahren Leben und Arbeiten für und mit der Fotografie sind so neben vielen Serien und Artikeln in diversen Fotofachzeitschriften 11 Lehrbücher und 11 Bildbände entstanden. Seit einigen Jahren vermittelt er in Workshops seine Vorstellungen über Wahrnehmung, Gestaltung und Farbgebung.

Am ersten Tag beginnt der Fotografie-Workshop „Stadt und Pflanze“ morgens im Seminarraum mit der Theorie. Schwerpunkt ist dabei der Bereich der Wahrnehmung mit dem rationalen Erkennen und die emotionale Reaktion, den individuellen Entscheidungen zur Bildwirkung mit statischer oder dynamischer Motivgestaltung. Dazu gehören auch die Nutzung der Bildfläche im Hoch- oder Querformat, die Wirkung von Motivaus- und Motivanschnitten sowie die lineare oder koloristische Farbanwendung.

Nach dem im Workshop-Preis inbegriffenen Mittagessen gilt es, mit diesem Wissen über die Gesetzmäßigkeiten der künstlerischen Mittel eigene Bilder im Fürstenfeldbrucker Zentrum zu gestalten. Dabei fotografieren die Teilnehmer mit den eigenen Kameraausrüstungen, auf Wunsch werden Fuji-Filme zur Verfügung gestellt. Auch während der Foto-Praxis ist Prof. Harald Mante anwesend und er wird den Fotografen zu den Aufgabenstellungen im städtischen Umfeld von Fürstenfeldbruck mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Am späten Nachmittag des ersten Tages bittet Professor Mante noch einmal in den Seminarraum, um den Teilnehmern die Thematik der formalen und farblichen Gestaltung zu erläutern. Auch die Probleme der Positiv-Negativform, die Umsetzung von Punkt und Linie zur Fläche sowie die sieben Farbkontraste werden angesprochen.

Der nächste Tag beginnt früh in Fürstenfeldbruck mit dem zweiten großen Praxisteil. Im Morgenlicht und mit der Kenntnis der formalen und farblichen Gestaltung gilt es jetzt geeignete neue Motive oder aber die gleichen Motive vom Vortag aus neuer Sicht zu fotografieren.

Während die Teilnehmer das im Workshop-Preis inbegriffene Mittagessen einnehmen, ermöglicht das Fuji FotoMobil die sofortige Entwicklung bzw. den direkten Ausdruck der Aufnahmen. Zusätzlich erhalten alle Teilnehmer später einen A4-Ausdruck ihres schönsten Fotos, welches während der Internationalen Fürstenfelder Naturfototage in einer Sonderausstellung gezeigt wird.

Nach dem Mittagessen folgt der letzte Theorieblock im Seminarraum. Anhand von Arbeiten von Studenten und Seminarteilnehmern zeigt Prof. Harald Mante beispielhafte Aufgabenstellungen und Aufgabenlösungen.

Danach folgt eine intensive Besprechung der eigenen Aufnahmen. Jetzt zeigt es sich, ob es gelungen ist, mit künstlerischen Mitteln neue Motivwelten zu erschließen und Bilder zu erschaffen. Denn die eingehende Bildanalyse ist die Grundlage für ein gutes Bild. Im Anschluss an die Bildbesprechung suchen die Teilnehmer ihr schönstes Bild vom heutigen Vormittag aus. Dieses wird im 20x30 cm Format ausgedruckt und von Ihnen gerahmt. Die gerahmten Bilder werden dann während der Internationalen Fürstenfelder Naturfototage in der Hochtenne im Fotomarkt in einer Sonderausstellung gezeigt.

Freitagabend folgt der letzte Teil für diesen Workshop. Im Stadtsaal zeigt Fritz Pölking einen Dia-Vortrag über „Das Abenteuer Naturfotografie“. Im Anschluss gibt es die Siegerehrung des „Glanzlichter“-Naturfoto-Wettbewerbs. Die Naturfotos in beiden Vorträgen können die Teilnehmer erstmals mit ihrem neuen Wissen über Wahrnehmung, Gestaltung und Farbgebung betrachten.

www.harald-mante.de

 

Den tabellarischen Workshop-Ablauf finden Sie hier

 

 
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