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Glanzlichter 2018

All Over Winner


Winner: Gonzalez Carmona, Manuel Enrique
Meteorit

Manuel Enrique Gonzáles Carmona, Spanien

Meteorit

Spiegelung am Rio Tinto, Huelva, Spanien

Dieses Foto wurde im Oktober am Rio Tinto aufgenommen. Obwohl der Ort nur eine Autostunde von Manuels Haus entfernt liegt, hat er die Nacht zuvor mit zwei Freunden in einem Zelt am Ufer des Flusses verbracht, um so schnell wie möglich am nächsten Morgen fotografieren zu können. Dieser Fluss mit sehr saurem Wasser hat seine charakteristische Farbe aufgrund von Eisenvorkommen und der mikrobiologischen Kupferoxidation, die das Flussbett und das Flussufer einfärbt.

Da der Rio Tinto im Schatten lag, erschien das Wasser blau und bildete mit dem Felsen, der mit seiner roten Farbe aus dem Wasser ragt, einen starken Kontrast. Manuel erkannte, dass die Strömung, wenn sie auf diesen Felsen traf, eine Spur erzeugte, die ihn scheinbar in Bewegung setzte. So wurde der Felsen zum Hauptelement in seinem Bild, er wurde zum „Meteorit“.

Jetzt brauchte Manuel für seine Fotokomposition noch einen Ort, auf den der Meteorit zielen würde. Und diesen fand er in der Landschaft des gegenüberliegenden Ufers, die sich im Wasser des Flusses spiegelte. Manuel musste schnell fotografieren, weil sich die gesamte Szene innerhalb von Minuten mit dem Licht der Sonne ändern würde. Auch hätten die von der Strömung geschaffenen Linien verschwunden sein können, bevor sein Bild gemacht worden wäre. Um den Eindruck eines drohenden Meteoriten zu erzeugen, drehte Manuel das Bild nach der Ausgabe aus der Kamera um 180º. Dadurch hat der Betrachter diesen intensiven und besonderen Eindruck.

Canon EOS 7D Mark II, Tokina 2,8/11-16mm bei 14mm,

Stativ, -0,33EV, ISO 800, f 11, 1/20 sec.

  

Glanzlichter-Naturfotograf 2018
Manuel Enrique Gonzáles Carmona

Ich habe vor vier Jahren begonnen, Naturaufnahmen zu machen. Vorher habe ich auf Reisen ohne irgendwelche Ambitionen fotografiert. Seit vier Jahren nimmt die Fotografie als Hobby meine ganze Freizeit ein. Zu Anfang habe ich mit Landschaften und Strukturen angefangen. Doch schnell habe ich mich in wilde Tiere und vor allem Vögel verliebt. Mit jeder neuen Erfahrung verbesserte sich meine Fotografie und ich lernte viel über Tarntechniken und das Verhalten der Vögel.

Heute fotografiere ich überwiegend Vögel, aber ich bevorzuge einen kreativeren Ansatz. Ich zeige sie in ihrem Lebensraum und versuche sie in einer unkonventionellen Art abzulichten. Fast alle meiner Fotos entstehen in der Nähe meines Wohnortes. Ich halte das für unerlässlich, um als Fotograf zu reifen. Denn wenn man die Vögel seiner Heimat kennt, denkt man mehr über die Aufnahme nach und wie man das Motiv auf eine andere Weise zeigen kann. Dies steigerte im Laufe meiner Arbeit meine Kreativität. In diesem Jahr bin ich erstmals aus meinem Heimatland Spanien zum Fotografieren in ein fremdes Land gereist.

Ich betrachte mich als vielseitig und interessiere mich mehr und mehr für jeden Aspekt der Naturfotografie: Vögel, Säugetiere, wirbellose Tiere, Makros, Blumen, Landschaft und Strukturen. Dabei versuche ich immer kreativ zu fotografieren, wobei die Komposition für mich wichtiger ist als das Thema selbst.

Ich verbringe viel Zeit damit, Bücher zu lesen. Hauptsächlich sind dies die Ausgaben der wichtigsten Naturfotografie-Wettbewerbe der Welt sowie Bildbände von renommierten Fotografen, von denen ich gelernt habe, jedes Bild ernst zu nehmen, um eine ähnliche Qualität zu erreichen. Ich denke, dass dies hilfreich ist, um sich als Fotograf weiterzuentwickeln, da jeder der Fotografen eine eigene Perspektive und einen eigenen Ansatz hat, oft ganz anders als der eigene Weg.

Ich habe das Glück, nur eine Stunde Autofahrt von einem ganz besonderen Ort entfernt zu wohnen. Am Rio Tinto mache ich die meisten meiner Bilder, und an seinen Ufern ist auch dieses Bild entstanden. Es ist ein einzigartiger Ort, um mit seiner Fantasie und Kreativität zu spielen. Denn jedes Mal, wenn man dorthin kommt, gibt es unterschiedliche Bedingungen im Hinblick auf Schaumteppiche, Farben, Reflexionen und Strukturen in Schlamm und Steinen, die von vielen mineralischen Sedimenten bedeckt sind. Die Natur zeigt hier ihre ganz große Farbpalette.

In den letzten drei Jahren wurde ich mit mehreren Preisen in verschiedenen Naturfotografie-Wettbewerben ausgezeichnet. Wenn ich an diesen Wettbewerben teilnehme, steigen mein Selbstvertrauen und mein Hunger danach, weiter zu lernen und ein besserer Naturfotograf zu werden.

 

Begründung der Jury

Diesmal wurde das Siegerbild erst nach vielen Argumenten und Eindrücken von den Juroren ausgewählt. Unter den Kategorie-Siegern, aus denen der Gesamtsieger schließlich gewählt wird, war dieses Foto schon etwas Besonderes. Jeder Juror erarbeitete sich diese Besonderheit durch längeres Betrachten und einiges Nachdenken auf seine eigene Weise. Letztendlich gab es eine einstimmige Wahl.

Dieses Bild fällt zunächst durch seine ungewöhnliche Farbigkeit auf. Dann taucht man tiefer in den Sinn des Motives ein, findet jedoch erst auf den zweiten Blick heraus, was der Fotograf dort festgehalten hat. Erst dann begreift der Betrachter den Titel und die Komposition des Bildes, die schließlich zum Staunen und Bestätigen führt. Durch Drehung des Bildes, Setzen des Bildmittelpunktes und das Einbeziehen des frühen Lichtes und der vielfältigen Strukturen ist die perfekte Illusion zum Titel gelungen. Der Fotograf zwingt den Betrachter zu einer anderen Sichtweise des Themas Natur. Die Natur gibt das Motiv vor, der Fotograf kann mit seiner Kamera und seinem Können daraus ein Kunstwerk machen.

                                   

 
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