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Freitag, 2. Mai: 10.00 - 17.30 Uhr

 

Gerhard Zimmert

Digitaler Workflow in der Naturfotografie

- Isarfoto-Digital-Tag -

 

 

 

Der Isarfoto-Digital-Tag findet im Seminarbereich
im Seminarraum S1 statt

 

 

Noch immer werden die einzelnen Arbeitsschritte, die bei der digitalen Fotografie notwendig sind, nicht optimal beherrscht und fehlerhaft eingesetzt. Welche Maßnahmen auf den Stationen von  der Entstehung bis zur Archivierung des digitalen Bildes ergriffen werden müssen, welche Hilfsmittel und Instrumente dem Fotografen auf jeder Stufe des Verarbeitungsprozesses zur Verfügung stehen, damit die archivierte Datei letztendlich auch so ausgegeben wird,  wie es der Fotograf sich vorstellt, auf alle diese Fragen sollte die Antwort bekannt sein. Ob es nun um die Konvertierung der RAW-Dateien, die Optimierung der Bilder in Photoshop oder die Katalogisierung und Datensicherung geht, diese Themenbereiche werden stets auf ein Ziel hin orientiert behandelt: die praxisnahe Beschreibung des Wegs von der Aufnahme bis zur bestmöglichen und sicheren Archivierung der Bilddateien.

Im Mittelpunkt dieses ganztägigen Seminars steht die Qualitätssicherung im "oberen Segment". Also dort, wo mit Bildern Geld verdient werden kann, Fehler finanzielle Einbußen bedeuten und daher besondere Maßstäbe und Anforderungen zu gelten haben. Und im Mittelpunkt steht die Naturfotografie.

Der Österreicher Gerhard Zimmert, Jahrgang 1963, beschäftigt sich seit 1978 intensiv mit der Fotografie. Nachdem er zunächst mit einer Kleinbildkamera begann, stieg er später vom Mittelformat auf das Großformat um. 2003 erfolgte ein radikaler Wechsel zur digitalen Fotografie, lediglich im Großformat ist er dem analogen Film treu geblieben. Gemeinsam mit fünf weiteren Fotografen gründete der Wiener 1989 den "Verein für Tier- und Naturfotografie in Österreich" (VTNÖ), dessen Präsident er mehr als 10 Jahre war. Bevorzugte fotografische Themen sind der Nah- und Makrobereich (Flora und Fauna), Landschafts- und Tierfotografie sowie Objektfotografie im Studio. Ausgearbeitet wird auf Fine Art Papieren - meist von Hahnemühle -, entweder in der eigenen Dunkelkammer oder auf einem Epson Tintenstrahldrucker.

Wesentliche Impulse für seine fotografische Arbeit hat der ausgebildete Nachrichtenelektroniker als Absolvent der Prager Fotoschule erhalten, bei der über mehrere Semester konzipierte Fotolehrgänge abgehalten werden. Als Buch erschien seine Diplomarbeit „Digitale Workflow in der Naturfotografie“ unter dem Titel "Digital Workflow für Fotografen", 2006 folgte "Fine Art Printing" und 2007 "Bildkomposition und Bildwirkung in der Fotografie". Seit 1994 gibt er sein Wissen über Fotografie in Form von Seminaren und Workshops weiter.

 

Bildkomposition und Bildwirkung

Sie haben sich schon immer gefragt, warum das eine oder andere Bild den Betrachter mehr oder weniger anspricht oder in Erinnerung bleibt? In vielen Fällen hat der Fotograf - bewusst oder unbewusst - eine oder mehrere Kompositionsregeln angewandt oder auch mit diesen gebrochen. Zu diesen Regeln gehören die räumliche Verteilung von Objekten, der Goldene Schnitt, Kontraste in unterschiedlicher Ausprägung, der Einsatz von Formen und Linien oder das gewählte Bildformat, um nur einige zu nennen.

Anhand einfacher Objekte werden Ihnen die wichtigsten Kompositionsregeln vorgestellt und anschließend die Möglichkeiten ihrer Umsetzung in der Naturfotografie erörtert bzw. anhand von Bildern des Referenten, die in der parallel stattfindenden Ausstellung im Veranstaltungsforum im Originalausdruck zu sehen sind, diskutiert. Sie werden sehen, welche Möglichkeiten Sie bereits vor bzw. bei der Aufnahme haben, und welche im Zuge der digitalen Aufbereitung der Daten nachträglich gemacht werden können, um die gewünschte Bildaussage zu erreichen.

Die letzten 15 Minuten vor der Pause stehen für Diskussion zur Verfügung.

 

Aufgaben bei der Bilddatenbearbeitung

Mit dem Einzug der digitalen Technik in die Fotografie ist der Fotograf nun gezwungen sich zusätzlich auf diesem Gebiet Wissen anzueignen. Im Gegensatz zur analogen Technik, wo wir auf eine Jahrzehnte alte Tradition zurück blicken können, sind Sie bei der digitalen Fotografie gefordert, Ihre Bedürfnisse zu analysieren und aus der Fülle von Möglichkeiten eine für Sie optimale Arbeitsweise herauszuarbeiten und diese dann auch konsequent weiterzuentwickeln. Wie auch beim klassischen Film müssen bereits bei der Aufnahme, mit Blick auf die Arbeitsweise im digitalen Workflow, die Kontraste im Histogramm richtig gesteuert werden, um sich keine Möglichkeiten bei der Weiterverarbeitung zu verbauen. Es müssen die Einstellungen im Farbraum, Farbmodus und Datenformat richtig gewählt werden, wenn Sie später die bestmögliche Datenqualität für den digitalen Workflow zur Verfügung haben wollen.

Sind die Daten dann am PC/MAC gilt es, in einem der am Markt befindlichen RAW-Konverter die Bilddaten in ein für das Archiv geeignetes Format zu bringen, denn auch hier soll keine Qualität verloren gehen bzw. die Ausgabemöglichkeiten eingeschränkt werden. Nicht vernachlässigt werden darf das Ausflecken Ihres Bildmaterials, das bei der neuesten Generation der Kameras durch die Selbstreinigung des Sensors deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt, aber noch immer gemacht werden muss.

Zur Veranschaulichung der Arbeitsschritte werden die Bildbeispiele vom Vormittag herangezogen. Die Ausstellungsbilder bilden die ideale Möglichkeit, immer auch das Endergebnis vor Augen zu haben.

Die letzten 15 Minuten vor der Pause stehen für Diskussion zur Verfügung.  

 

Aufbereitung der Bilddaten für die Ausgabe

Wie wird jetzt aus den Archivbildern ein Fine Art Print, ein Bild fürs Web oder für den Offsetdruck oder ein Bild, das Sie in einem Wettbewerb abgeben wollen, um nur einige mögliche Ausgabewege zu nennen? Welche Bearbeitungsschritte müssen in welcher Reihenfolge durchlaufen und wie können sie kontrolliert werden? So muss beispielsweise für jede Papier-/Tintenkombination anders optimiert werden, weil sich die Papiere nicht nur durch die unterschiedlichsten Oberflächen und Eigenfarbe unterscheiden, sondern auch hinsichtlich des darstellbaren Farbraumes.

Oder wechseln wir zu einem komplett anderen Thema. Praktisch jede Bildagentur will die übergebenen Bilddaten geringfügig anders aufbereitet haben. Wie können diese abweichenden Anforderungen mit möglichst wenig Aufwand unter einen Hut gebracht werden?

Auch wenn es am Markt eine Fülle von Programmen gibt, die der Referent teilweise auch in der Praxis im Einsatz hat, wird er sich in diesem Abschnitt auf Photoshop CS3 beschränken. Anhand der in der eigenen Ausstellung präsentierten Bilder bekommen die Teilnehmer erklärt, welche Optimierungsschritte notwendig waren, um diese Qualität zu erreichen.

Die letzten 15 Minuten vor dem Ende stehen für Diskussion zur Verfügung.

www.naturfoto-zimmert.com

 

 
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