Martin Siepmann wurde 1962 in München geboren. Aufgewachsen ist er fast im Naturschutzgebiet der Pupplinger Au. Denn seit 1971 wohnt er mit kurzen Unterbrechungen direkt am Hochufer der Isar in Geretsried. Die Isarauen waren es auch, die seine Begeisterung für die Natur und hier speziell für die faszinierende Welt der Insekten weckten. Mit 15 Jahren nahm er die erste Kamera in die Hand und wagte sich gleich an die Makrofotografie. Seither hat ihn weder die Leidenschaft für die Fotografie, noch die Begeisterung für die kleinen Wunder der Natur verlassen.

Er studierte technischen Umweltschutz in München und arbeitete drei Jahre als Diplom-Ingenieur an der Erforschung der Gewässergüte von Flüssen. Doch sein Lebensinhalt blieb die Fotografie, und so entschied er sich 1990, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Sein erstes Buch widmete er der Landschaft, die sein Interesse an der Natur so nachhaltig geprägt hat: den Isarauen. Es folgten Aufträge, die ihn alle Kontinente bereisen ließen. Im Fokus war dabei neben der Reise- immer auch die Naturfotografie und hier besonders die unglaubliche Vitalität und Vielfalt in der Welt der Insekten.
Bisher wurden 40 Bücher von Martin Siepmann veröffentlicht. Die meisten seiner Bücher sind Reisebildbände von Regionen Bayerns und Österreichs sowie aus Ländern wie Mexiko, Venezuela und Frankreich. Doch unter seinen Publikationen findet sich auch „Das Buch der Schmetterlinge“, eine Hymne an unsere heimischen Schmetterlinge. Fast ebenso zahlreich wie seine Buchveröffentlichungen sind seine Kalender. Und auch hier gab es zu seiner großen Freude über drei Jahrgänge einen großformatigen Kalender mit Schmetterlingen.

Diese „Gaukler der Lüfte“ sind in ihrer Farbenpracht, Vielfalt und Metamorphose die vielleicht geheimnisvollsten und anmutigsten Geschöpfe der Natur. Allein schon die poetischen Bezeichnungen die wir ihnen verliehen haben, wie Fliegende Kleinodien, Träume der Blumen oder Geflügelte Elfen, lassen erahnen, welche Faszination Schmetterlinge auf den Betrachter ausüben. Ein zweiter Schwerpunkt der Insektenfotografie von Martin Siepmann sind die nicht minder anmutigen Libellen. Sie haben es deutlich schwerer, den Gefallen eines großen Publikums zu finden. Zu Unrecht, wie die Bilder über die Entwicklung von der Larve im Wasser zum fliegenden Diamanten der Lüfte beweisen.

Martin Siepmann zeigt in seinem digitalen Dia-Vortrag „Fliegende Diamanten - Schmetterlinge und Libellen“ eine kleine Auswahl aus der großen und vielseitigen Artenvielfalt der Schmetterlinge, sowohl aus unserer Heimat, als auch exotische Prunkstücke. Zu sehen sind auch interessante Details, wie beispielsweise Flügelschuppen und Schmetterlinge bei der Paarung. Sein Vortrag zeigt aber auch Entwicklungsserien und Paarungsräder heimischer Libellen, interessante Details wie Facettenaugen und einen kleinen Ausschnitt über die unerschöpflich bunte Artenvielfalt der filigranen Libellen.