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Natur unter dem Raster-Elektronen-Mikroskop (Dia-Vortrag)

Oliver Meckes, Nicole Ottawa

Natur unter dem Raster-Elektronen-Mikroskop

Oliver Meckes und Nicole Ottawa sind “eye of science”. Und sie zeigen Ihnen fremde Tiere und Pflanzen; sie zeigen Ihnen die

"Natur unter dem Raster-Elektronen-Mikroskop".

meckes01.jpg (19543 Byte)

Oliver Meckes, geboren 1963 in Stuttgart, begann bereits mit 10 Jahren am eigenen Mikroskop zu experimentieren. Und die Ausbildung zum Foto-Einzelhandelskaufmann und Fotografen qualifizierten ihn für ein Praktikum und die Mitarbeit am Institut für wissenschaftliche Fotografie Schloss Weissenstein. Nicole Ottawa, geboren 1965 in Leipheim, studierte Mikrobiologie, Chemie und Biologie. Auch die Diplom-Biologin absolvierte ein Praktikum am Institut für wissenschaftliche Fotografie Schloss Weissenstein.
1995 gründete die Symbiose aus einem Fotografen und einer Biologin “eye of science”. Ihre Aufgabe sehen sie darin, wissenschaftliche Vorgänge präzise und verständlich, vor allem aber ästhetisch darzustellen. Mit ungewöhnlichen Perspektiven und einer farblichen Differenzierung von Details kann so auch der Laie für wissenschaftliche Sachverhalte begeistert werden.

Für die Umsetzung bedienen sie sich dabei der modernsten Technik. Neben dem Raster-Elektronen-Mikroskop werden Foto-Mikroskope mit interner und externer Kleinbildkamera, Computer-Thomografie, Thermografie, digitale Infrarot-Fotografie und Videoaufzeichnungen im Infrarotbereich eingesetzt. Doch von der Vorbereitung der Objekte bis zur Aufnahme mit dem Raster-Elektronen-Mikroskop vergehen oft Stunden und Tage: Fixieren, Entwässern, Goldbedampfen und später die Maskenerstellung. Das Ausgangsbild dabei ist schwarz-weiß, deshalb fertigen Oliver Meckes und Nicole Ottawa digitale Masken an und kolorieren oft in tagelanger Arbeit das Ergebnis.

Wie umfangreich diese Arbeit ist, kann exemplarisch am Beispiel ‘Filzlaus‘ dargestellt werden. Um im Raster-Elektronen-Mikroskop betrachtet zu werden, wird die Filzlaus fixiert und Schritt für Schritt in Alkohol überführt. Das dauert im Falle Filzlaus ein Tag. Dann kommt das Präparat in eine Druckkammer, wo der Alkohol schliesslich gegen flüssiges Kohlendioxid ersetzt wird. Schliesslich wird die Probe Vacuum-vergoldet und kann mikroskopiert werden. Nur mit diesem komplizierten Verfahren ist gewährleistet, dass das Objekt beim Trocknen nicht schrumpft und sich verformt oder Zellen kollabieren. Denn für die spätere Untersuchung muss das Objekt wasserfrei und elektrisch leitfähig sein. Nun ist die Filzlaus zwar vergoldet, doch lebensecht sieht sie nur aus, wenn sie sich in ihrem Millieu befindet. Also wird sie in eine feuchte Kammer gepackt, um die Gelenke etwas beweglich zu machen. Dann wird mit einer Pinzette, bei 40facher Vergrösserung unter dem Stereomikroskop Haar für Haar in das Filzlaus-Bein eingefädelt. Die Laus ist 2mm, ihr Bein gerade mal noch 0,3mm lang! Doch ein Raster-Elektronen-Mikroskop kann nicht die Farbe eines Objekts wiedergeben. Dieser Nachteil wird mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung wieder wett gemacht. Da heisst es dann Haar für Haar das Objekt vom Hintergrund zu trennen und den Augen ihren Glanz zurückzugeben. So können bei der Colorierung eines Bildes schon mal zwei Tage vergehen.

Das Ergebnis sind dann Fotos von unbekannten Motiven in beeindruckender Qualität. Bestätigt wird dies durch Veröffentlichungen, u.a. in ‘Stern‘, ‘Geo‘, ‘Time Magazine‘, ‘Bild der Wissenschaft‘, Ausstellungen in Museen und Galerien und hochwertigen Auszeichnungen, u.a. ‘World Press Photo‘ 1998, 2000 und 2001.

Auch technische Aufnahmen, wie Faserbündel in Nylonstrümpfen, Kunststoffstäbchen in einem Klettverschluss, Querschnitte durch eine Computerplatine, oder medizinische Aufnahmen, wie menschliche Chromosomen, Blutgefäße oder Kleinhirnzellen, gehören zum Arbeitsbereich von “eye of science”. In Fürstenfeldbruck zeigen Oliver Meckes und Nicole Ottawa wissenschaftliche Fotografien aus Botanik und Zoologie, Aufnahmen von Kristallen, Bakterien, Pilzen und Viren.

Entdecken Sie in einer, dem menschlichen Auge sonst verborgenen Welt, neue faszinierende Formen und Strukturen.

MeckesSalviniaNatans.jpg (39529 Byte)

Salvinia natans
(c) by Oliver Meckes & Nicole Otawa

Sonntag, 25. Mai 2003, 10:45 - 11:30 Uhr:
Oliver Meckes, Nicole Ottawa: Natur unter dem Raster-Elektronen-Mikroskop
www.eyeofscience.com

 

MeckesDrosophilaKopf.jpg (28563 Byte)

Kleine Fruchtfliege
(c) by Oliver Meckes & Nicole Otawa

MeckesTaubenschwaenzchen.jpg (59536 Byte)

Taubenschwänzchen
(c) by Oliver Meckes & Nicole Otawa

 
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