Waldemar Bzura wurde 1956 in Mragowo/Polen (Sensburg) geboren. Seine Liebe zur Fotografie begann in den 70er Jahren, jedoch war er bis 1989 nur Amateurfotograf. In dem Jahr wurde er Angestellter des Masurischen Landschaftsparks in Krutyn (Kruttinnen) und ist seitdem zuständig für die Foto-Dokumentation der Natur. Auch wenn aus der Freizeitbeschäftigung inzwischen ein beruflicher Auftrag erwachsen ist, betrachtet der Pole die Fotografie immer noch als sein Hobby. Waldemar Bzura ist Mitglied des Polnischen Bundes der Naturfotografen, seine Naturbilder wurden bei zahlreichen Ausstellungen und Wettbewerben ausgezeichnet und werden heute regelmäßig in polnischen Fachmagazinen publiziert. Sein erstes Buch „Masuren - Vier Jahreszeiten“ hat er über die Naturschönheit seiner Heimat veröffentlicht.

Auch Peter Scherbuk, Jahrgang 1967, ist gebürtig in Masuren und er fotografiert seit seinem 12. Lebensjahr. Seine Liebe zur Natur hat tiefe Wurzeln in ihm, den er stammt aus einer Jäger- und Försterfamilie. Seit 1980 lebt der gelernte Grafiker in Deutschland. Viele seiner Reisen führten ihn durch die ganze Welt, doch seine Liebe zu „seinem“ Masuren konnte dabei nicht erlöschen. Der leidenschaftliche Naturfotograf ist auch gleichzeitig Chefredakteur der Zeitschrift „Naturblick“, die er vor einigen Jahren auf den Markt gebracht hat. Gemeinsam mit weiteren Büchern gibt er dieses Magazin in seinem eigenen Verlag heraus. Außerdem leitet er verschiedene Natur-Fotografie-Workshops und Fotoexkursionen, selbstverständlich mit dem Themenschwerpunkt Masuren, wo er bis zu sechs Monate im Jahr verbringt.

Waldemar Bzura und Peter Scherbuk dokumentieren seit Jahren gemeinsam fotografisch die Schönheiten der masurischen Landschaften. Im Team arbeiten die beiden an vielen Projekten, die von der polnischen Forstbehörde und auch dem polnischen Umweltministerium unterstützt werden. Ihre Liebe zur Natur steht dabei an vorderster Stelle, ihre Begeisterung für die Region spiegelt sich in ihren Bildern.
Masuren zeichnet sich durch hervorragende naturkundliche und landschaftliche Merkmale aus, die dem osteuropäischen Land sowohl auf der landes-, als auch auf der europäischen Skala einen besonderen Rang zuweisen. In dieser Region dominiert eine abwechslungsreiche Landschaft mit Seen, malerischen Hügeln und ausgedehnten Wäldern.

Wer Masuren einmal gesehen hat, meint, dass kein Land schöner sein kann, keine Landschaft sinnlicher. Im Sommer bestimmen der blaue Himmel über gelben Raps-, roten Mohnfeldern oder grünen Wäldern das Bild. Seeadler schweben wie Engel über die Seen, Störche geben sich auf so manchem Backsteinturm ein Stelldichein. Im langen Winter überdeckt das graue Eis die sonst blau schillernden Wasserflächen und der Schnee hat die Baumwipfel der endlos scheinenden Pappel-, Linden-, Eichen- oder Buchenalleen weiß überpudert. Die unheimliche Stille wird nur gelegentlich übertönt vom Klappern der Störche oder dem trompetenartigen Rufen der Kraniche.
Das Hauptthema des Vortrages ist die Tierwelt Masurens. Große Waldgebiete zahlreiche Seen, Flüsse und Bäche, unzugängliche Sumpfgegenden, Dickichte, Wiesen und Felder sind Plätze, an denen Tiere günstige Lebensbedingungen finden. Das osteuropäische Land ist berühmt für seinen Reichtum an großen Wildsäugetieren, Vogelarten und nicht zuletzt auch Fischarten.

In Masuren wurden bisher etwa 300 Vogelarten beobachtet, von denen 196 zu den regelmäßig oder sporadisch brütenden gehören. Seit einigen Jahren ist die Gesamtzahl der Kraniche auch wieder angestiegen, so haben im letzten Jahr an die 40.000 Kraniche die Zeit von Frühling bis Herbst in Masuren und Ermland verbracht. Charakteristisch ist, dass dort zahlenstarke Populationen einiger anderer großer Vogelarten vorkommen, dazu gehören beispielsweise Höckerschwan, Rohrdommel, Kormoran, Graureiher, Seeadler und der Schreiadler.
In der digitalen Diashow „Faszination Masuren“ werden die Schönheiten dieser einzigartigen osteuropäischen Region dargestellt. Waldemar Bzura und Peter Scherbuk entführen die Zuschauer in die masurische Flora und Fauna, ins Land der tausend kristallklaren Seen, in eine Region die stark mit der Natur verwachsen ist. Dort wo die Menschen gelernt und verstanden haben mit der Natur im Einklang zu leben, weil sie verstanden haben, dass sie die Natur nötiger haben als umgekehrt.