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Samstag, 23. Mai: 10.15 - 11.00 Uhr

 

Sepp Friedhuber

Die russische Arktis

- Im Spannungsfeld des Klimawandels

(digitaler Dia-Vortrag)

 

Sepp Friedhuber, Jahrgang 1948, ist seit seinem 14.Lebensjahr begeisterter Bergsteiger, der zahlreiche Berge zwischen Anden und Himalaya besteigt. Über die Berge kommt der studierte Biologe und Geowissenschaftler zur Fotografie, wobei die Berge für ihn nicht Sportgeräte, sondern auch komplexe Ökosysteme sind, die er auch mit der Kamera zu erforschen sucht. Er ist an 12 Fernsehdokumentationen beteiligt. Die Dokumentation „Uramazonas – Fluss aus der Wüste“ strahlen mehr als 70 Fernsehstationen aus und er wird mit der „Goldenen Kamera“ und der „Goldenen Romy“ für die  beste Fernsehdokumentation des Jahres 2001 ausgezeichnet.

Seit dem Filmprojekt „Beringia – Klimaalarm in der Arktis“, ist er vom Polar-Virus infiziert und er verbringt seit 2004 den Sommer als wissenschaftlicher Lektor auf russischen Eisbrechern. Dreimal steht er am  Nordpol und zehn Expeditionen führen ihn nach Franz Josef Land, Novaya Zemlya, Severnaya Zemlya und Chukotka.

Der Vortrag beginnt in der Arktis, dem Lebensraum der Eisbären, die durch den Klimawandel besonders betroffen ist. Seit 1996 hat sich dort die Eisdecke mehr als halbiert und schon in absehbarer Zeit wird der Nordpol im Sommer eisfrei sein. Den Eisbären schmilzt der Lebensraum unter den Pfoten weg.

Auf der Rückfahrt vom Nordpol führt die Reise zur russischen Inselgruppe Franz Josef Land, die aus 191 Inseln besteht, von denen 83 % von permanentem Eis bedeckt sind. Über weite Strecken bahnt sich der Eisbrecher seinen Weg durch Treib- und Packeis, bis man die Heimat von Eisbären, Walrossen, Robben und einer Vielzahl arktischer Vögel erreicht.

Trotz der Lebensfeindlichkeit gibt es vielfältiges Leben, das an die extremen Klimaverhältnisse angepasst ist. Die Reise zum Nordpol und nach Franz Josef Land ist ein Vordringen in eine Welt, die nur von wenigen Menschen betreten wurde.

Am östlichsten Ende Sibiriens liegt Chukotka. Nach dem Niederbruch der Sowjetuniun sind hier die indigenen Völker sich selbst überlassen und müssen zu den Überlebensstrategien ihrer Großväter zurückkehren.

Sepp Friedhuber zeigt Nordpol, Franz Josef Land und Chukotka im Spannungsfeld des Klimawandels. Seine globalen Auswirkungen sind nirgends drastischer zu spüren als in der russischen Arktis. Mit dem Rückgang des Eises verschwindet der Lebensraum der Tierwelt und dem Menschen drohen schwerwiegende Veränderungen.

www.fotofriedhuber.at

 

 
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