Fritz Pölking, 1936 in Krefeld geboren, begann schon 1951 mit der Naturfotografie. Er gilt als der Wegbereiter moderner Tierfotografie in Europa und zählt auch international zu den ganz Großen auf diesem Gebiet. Wer anderes könnte das Abenteuer Naturfotografie besser Revue passieren lassen, als das Ehrenmitglied der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen. Spulen wir also den Film zurück und betrachten seinen Anfang.


Die ersten Belichtungen auf dem Film stammen aus dem Ende des 19. Jhdt. Es waren 1884 Ottmar Anschütz mit seinen berühmten Reihenbildern von Störchen und Reginald Lodge, der 1895 die ersten Freilandaufnahmen eines brütenden Kiebitzes machte. Die nächsten Fotografen, die auf den imaginären Auslöser unserer Kamera drückten, waren die großen englischen Naturfotografen. Richard Kearton, George Yeates und Eric Hosking hatten sich bereits damals schon stark auf die Vogelfotografie konzentriert. So verwundert es auch nicht, dass 1912 die „Zoologische Gesellschaft von London“ eine Ausstellung mit 174 verschiedenen Vogelarten zeigte, von denen 95% in freier Natur aufgenommen waren.
Doch nicht nur die Naturfotografen hinter unserer imaginären Kamera kamen und gingen, auch die Technik veränderte sich. Farbfilme wurden eingelegt, Teleobjektive angesetzt und die Scharfeinstellung kam vom Autofokus. Und eines Tages übernahm ein Mikrochip die Funktion der Bildspeicherung und verdrängte den Film aus der Kamera. Doch wie schreibt schon Fritz Pölking auf seiner Homepage: „Es ist nicht die tolle Kamera die tolle Fotos macht, es ist der Fotograf der draußen ist und zur rechten Zeit am rechten Ort.“

Trotz aller Veränderungen wird der Siegeszug der Naturfotografie ungebrochen weitergehen. Mit neuen Techniken zu noch großartigeren Ufern entgegen, mit Bildern aus allen Erdteilen und von allen Tieren, Pflanzen und Landschaften. Das Abenteuer Naturfotografie geht weiter und Fritz Pölking lässt Sie in Fürstenfeldbruck daran teilhaben.