Sonntag, 16. Mai: 09.30 - 10.15 Uhr
Christoph Kaltseis
Atem der Erde
Christoph Kaltseis, 1975 in Wels/Oberösterreich geboren, bekommt mit 15 Jahren seine erste Kamera. Zur professionellen Fotografie gelangt der gelernte Zahntechniker als Quereinsteiger aber erst 2004 und er wird schnell zu einem der Spezialisten auf seinen beiden fotografischen Schwerpunkten: Vulkane und Astronomie.
2005 beginnt Christoph Kaltseis mit der imposanten Fotoreportage „Atem der Erde“, in der er fortlaufend faszinierende Bilder der unterschiedlichen Vulkane zusammenstellt. Ein Jahr später erscheint sein erstes Buch „f - Faszination digital“ und er arbeitet erstmals mit der Zeitschrift Geo zusammen.
Alles begann vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren in einem ewigen Kreislauf von Vergehen und Entstehen. Auf der noch jungen Erde herrschte das Feuer und mit dem weiteren Verlauf der Zeit kühlte sich die Erde ab. Mit dem Einsetzen der Regenfälle bildeten sich Ozeane aus. Der Urkontinent Pangäa war geboren, doch unaufhörlich stiegen heiße Ströme aus dem Inneren der Erde auf und brachen durch die dünne Kruste. Mit dem Aufsteigen des Magmas aus dem Inneren der Erde und dem Zerbrechen des Urkontinentes bildeten sich neue Landmassen. Aus den Meeren wuchsen Inseln empor, geschaffen aus dem ewigen Feuer das im Inneren der Erde lodert.

Vulkanausbrüche gehören zu den faszinierendsten Naturereignissen der Erde und sind deutliche Anzeichen für das unruhige Innenleben unseres Planeten. Pompeji oder Krakatau belegen, dass die Bildung der Landmassen der Erde noch nicht abgeschlossen ist.
Vulkane zählen zu den imposantesten Erscheinungsformen geologischer und geodynamischer Prozesse. Doch nicht nur auf der Erde, sondern auch auf anderen Planeten und ihren Monden unseres Sonnensystems. Es sind verschiedene aktive Vulkane außerhalb der Erde bekannt; auf dem Jupitermond und dem Neptunmond und erloschene Vulkane auf dem Mars und der Venus.
Bis heute atmet die Erde und ihrem feurigen Atem sind gewaltige Umwälzungen in der Erdgeschichte zuzuschreiben. Nicht zuletzt durch seinen erheblichen Einfluss auf die regionale und globale Klimaentwicklung mit den daraus resultierenden Folgen.
Vulkane sind Relikte aus der ältesten Vergangenheit, die unseren Planeten formten. Wenn Christoph Kaltseis die Faszination der Urgewalt auf der Leinwand zeigt, vermischt mit der unglaublichen Schönheit des Schauspiels, wird sich dieser Eindruck beim Zuschauer „einbrennen".
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