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Samstag, 15. Mai: 09.30 - 10.15 Uhr

 

Eberhard "Dino" Frey
 

Sauriergiganten

 

 Eberhard Frey, genannt „Dino“, wird 1953 in Ulm geboren. Schon als Kind ist er von Sauriern fasziniert, und diese Faszination lässt ihn bis heute nicht mehr los. Von 1975 bis 1989 studiert er Biologie, Geologie/Paläontologie und Humananatomie und arbeitet seit 1990 am Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe, wo er ab 2003 die geowissenschaftliche Abteilung leitet.

Im selben Jahr wird er Privatdozent für Paläontologie an der Universität Karlsruhe und 2009 dort zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Seit 2000 ist er maßgeblich an Forschungen über die Entwicklung kreidezeitlicher Ökosysteme in Nordostmexiko beteiligt.

 

Unter dem Begriff „Saurier“ sind jene ausgestorbenen Reptilien zusammen gefasst, die während des Erdmittelalters die Erde, die Meere und die Lüfte besiedeln und bisweilen unglaubliche Dimensionen erreichen. Untersuchungen zeigen, dass diese Tiere beleibe keine stumpfsinnigen Kriechtiere waren, sondern agile oft warmblütige Wesen mit einer gewissen Intelligenz.

Unter den Pflanzen fressenden Sauropoden gibt es mit einer Länge von 30 Metern, einer Schulterhöhe von 9 Metern und einem Gewicht von 80 Tonnen eines der gewaltigsten Landtiere aller Zeiten. Durch die Flusstäler streift Spinosaurus, der König der Raubsaurier. Kaum zu glauben, dass sich aus der kleinen gefiederten Verwandtschaft der großen Fleischfresser die Vögel entwickeln, die das Sauriersterben überstehen und heute die formenreichsten Landwirbeltiergruppe der Erde sind.

 

Erst mit den tauchenden Vögeln erschließt sich den Dinosauriern das Meer, das bis dahin die Domäne der Furcht erregendsten Wesen ist, die die Erde je gesehen hat. Die  Ichthyosaurier, 18 Meter lange Fischechsen,  jagen mit schnabelförmigen Zähnen hinter kleinen Meerestieren her.

 

Flugsaurier sind nach den Insekten die ältesten bekannten Lebewesen, die sich durch Flügelschläge durch die Lüfte bewegen. Es sind weder Vogelverwandte noch fliegende Dinosaurier, sondern eine eigenständige Tiergruppe. Auf ledernen Schwingen mit einer Spannweite von bis 14 Metern umkreisen sie die Häupter der Dinosaurierriesen.

Mit dem Ende der Kreidezeit verändert sich das Klima, die Kontinente brechen auseinander und kalte Polarströmungen dringen in äquatoriale Zonen vor. Damit ist das Ende der Sauriergiganten besiegelt. Sie verschwinden vom Schauplatz des Lebens. Ihre Knochen jedoch zeugen bis heute von einer Welt, die sich keine Fantasie je auszudenken vermag.

Dino Frey stellt auf der Grundlage modernster Forschung die unglaubliche Welt der alten Giganten vor, ein Exkurs, in dem die Superlative des Lebens der Dinosaurierzeit zum Leben erweckt werden. Mit jedem Fund lernen wir neues über jene Wesen, deren Schritte die Erde erzittern ließen, in deren Rachen ein Motorboot hätte verschwinden können und deren Schwingen die Sonne verdunkelten.

www.Eberhard Frey

 

 
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