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Südgeorgien - Paradies in Sturm und Eis (Dia-Vortrag)

Ulrich Wiede

Südgeorgien - Paradies in Sturm und Eis

Der Samstag-Abend ist ausschließlich dem großen, kalten Kontinent am anderen Ende der Welt, dem Südpol gewidmet. Den Auftakt gestaltet Ulrich Wiede mit seinem Dia-Vortrag "Südgeorgien - Paradies in Sturm und Eis".

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Ulrich Wiede (Jahrgang 1947) und seine Frau Mirjam Wiede (Jahrgang 1945) unternahmen bereits seit den frühen siebziger Jahren ausgedehnte Reisen im europäischen und asiatischen Raum, die bei ihnen die Begeisterung für die Natur weckte. Die Naturverbundenheit und die Liebe zur Fotografie spiegeln sich auch darin wieder, dass Ulrich Wiede jahrelang Verantwortung in der ‘Gesellschaft Deutscher Tierfotografen‘ übernahm. Von 1997 bis 1999 war er der Präsident der GDT.

wiede002.jpg (21548 Byte)Geprägt durch die finnische Heimat von Mirjam Wiede entdeckten beide ihre Vorliebe für unberührte Naturräume, die für sie in erster Linie in den arktischen und subarktischen Gebieten unserer Welt liegen. Aus anfänglicher Naturbeobachtung entwickelte sich die professionelle Arbeit mit der Kamera, um die einzigartigen Erlebnisse in der Wildnis festzuhalten. Die Ende 1998 von den Falkland-Inseln aus mit einer 16-Meter-Segelyacht durchgeführte Expedition zur Insel Südgeorgien (South Georgia) im Südpolarmeer bezeichnen beide als den bisherigen Höhepunkt ihrer Arbeit mit Tieren vor der Kamera. Auf den Spuren von James Cook besuchten sie das gebirgige Eiland östlich von Feuerland.

Südgeorgien wurde im Januar 1775 vom legendären britischen Kapitän James Cook entdeckt. Dies geschah anlässlich seiner zweiten Weltumsegelung, die in erster Linie der Suche nach dem sagenumwobenen ‘Südland‘ gewidmet war - jenem Kontinent im Südmeer, der seit den alten Griechen in den Köpfen der Geografen herumgeisterte, sich aber einfach nicht finden liess. Cook umrundete das gesamte Südpolargebiet und überquerte auf seiner mehr als tausendtägigen Reise mit seinem Schiff als erster Mensch den südlichen Polarkreis, doch den geheimnisvollen Kontinent bekam er nicht zu Gesicht.

wiede003.jpg (21223 Byte)Mit einer Fläche von fast 4.000 km² ist Südgeorgien die zweitgrößte und gleichzeitig gebirgigste antarktische Insel. Imposante, bis zu 3.000 Meter aufragende Gipfel sind Teil des Andenbogens von Feuerland zur Antarktischen Halbinsel. Viele Buchten und Fjorde prägen die rauhe und zerklüftete Küste, an der über 150 Gletscher zum Meer drängen und ihre Spuren tief in den Fels gegraben haben. Für Ornithologen ist Südgeorgien ein wahres Paradies: Knapp 60 Vogelarten leben hier, von denen etwa 30 auch hier brüten. Die Insel bietet einem der majestätischsten Vögel, dem Wander-Albatross, seinen Lebensraum, aber auch Riesensturmvögel, Esels-Pinguine, See-Elefanten und Pelzrobben sind zu finden. Auf der Salisbury Plain findet man eine der größten Königspinguin-Kolonien Südgeorgiens.

Doch die Tierwelt Südgeorgiens war auch jahrhundertelang dem blutigen Schlachten der Menschen hilflos ausgeliefert. Zuerst kamen im 18. Jahrhundert die Robbenjäger, die bis 1880 an den Stränden der Insel über zehn Millionen Seebären getötet und die arglosen Tiere damit praktisch ausgerottet hatten. See-Elefanten und Königspinguine waren die nächsten Opfer der menschlichen Habgier. Aus dem Unterhautfett der Tiere ließ sich ein erstklassiges Öl kochen. Tag und Nacht brannten die Öfen, für welche tonnenweise Kohle herangeschifft werden musste. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts brach die Zeit der Walfänger an und setzte eine Tötungsindustrie in Gang, deren Ausmass heute kaum mehr vorstellbar ist. 1912 gab es bereits sechs Stationen und 62 Fangboote. Bis zu 40.000 Wale wurden im Jahr erlegt und verarbeitet. Erst in den sechziger Jahren bremsten die Proteste der Naturschützer den Walmord und 1964 wurde die letzte Walfängerstation geschlossen. Zurück blieben die Zeugen der dunklen Kapitel der Inselgeschichte. Halbversunkene Schiffe vor der Küste, verrostende Öltanks von gewaltigen Ausmassen, langsam zerfallende Trankochereien, verwüstete Holz- und Wellblechhütten und Strände, die von verblichenen Walknochen übersät sind. Man empfindet angesichts dieser Zeugnisse menschlicher Profitgier unweigerlich Zorn über das, was der Mensch der Natur mitunter antut.

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Setzen Sie mit Ulrich Wiede Ihren Fuß auf eine Insel, die faszinierende und abschreckende Einblicke bereithält. Südgeorgien, das Tor zur Antarktis.

Samstag, 24. Mai 2003, 16:00 - 16:45 Uhr:
Ulrich Wiede: Südgeorgien - Paradies in Sturm und Eis
www.naturbilder.de/wiede/

 
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