Donnerstag, 14. Mai: 10.00 -
Freitag, 15. Mai: 20.15 Uhr
Workshop:
"Schlosspark zu Nymphenburg"
Heinz Teufel
Nicht nur die Grundlagen der Kameratechnik wollen erlernt sein, mindestens ebenso wichtig sind die Kenntnis der unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten und deren fotografische Umsetzung. In diesem zweitägigen Workshop lernen die Teilnehmer von dem renommierten Fotografen Heinz Teufel, die Welt mit dem geschulten Auge eines Profifotografen zu sehen. Die intensive Analyse der Aufnahmen und die Ausstellung der besten Bilder runden den Workshop ab. Auch die Teilnahme am Vortrags-Konzert "Afrika" (Donnerstagabend), der Vortrag von Katja und Josef Niedermeier und die Glanzlichter-Siegerehrung (beides Freitagabend) sind im Preis inbegriffen.
Heinz Teufel, Jahrgang 1949, ist ein international erfolgreicher Fotograf.
Nach Studium der Bildhauerei, Grafik und Malerei ist er seit 1975 selbstständig. Ein Jahr später realisiert er mit den Landart-Projekten die ersten Synthesen zwischen Kultur und Natur.
Seit 1978 ist er für GEO tätig, wobei 1996 eine seiner GEO Reportagen zur besten Bildgeschichte der ersten 20 Jahre GEO Magazin gewählt wird. 1997 wird er bei der Bundesfotoschau als Deutscher Meister ausgezeichnet.
Heinz Teufel ist Miterfinder und Namensgeber des Edeldruckverfah- rens „Diavographie“ und Entwickler der „Gestischen Fotografie“. Seine Fotos in Kalendern und Büchern werden weltweit verlegt und sind vielfach prämiert. Zwei seiner Bücher sind vom Deutschen Buchhandel ausgezeichnet und im weltweiten Kalenderwettbewerb GEDAS belegte er den ersten Platz.
Seit mehreren Jahrzehnten vermittelt er in Workshops seine Vorstellungen über Fotografie, Gestaltung und Philosophie.
Es folgen Fernsehsendungen in N3 über Gestaltung und Fotografie. 2003 öffnen drei Galerien in Zingst, die seinen Namen tragen.
Der Workshop "Schlosspark zu Nymphenburg" beginnt am ersten Tag im Seminarraum mit der Einführung in das Thema. Grundlagen einer fotografischen Gestaltung sind Reflexionen über Kunst, Kunstgeschichte, Philosophie und Naturwissenschaften. Es gibt Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Wahrnehmungsmustern und Gestaltungsprinzipien in Natur und Kultur. Die Sprache der Fotografie ist Reflexion, die geistige, sinnliche und gestaltende Auseinandersetzung mit der Natur, den Menschen und der Umwelt.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen erfolgt die Busfahrt zum Nymphenburger Schlosspark. Dort besteht drei Stunden lang Zeit unter der Anleitung des Referenten zu fotografieren.

Natur erhält sich selbst als lebendiges System, der Barockgarten im Schlosspark stellt das exakte Gegenteil dar. In der Zeit des Barock wurde Natur als geometrische Form idealisiert. Europaweit orientierte sich die Herrscher am Idealpark Versailles. Auch der Schlosspark Nymphenburg steht für die Macht und Selbstherrlichkeit damaliger Herrscherkultur. Fotografisch können wir diese Pracht durch Bilder neu inszenieren.
Entschlüsseln wir durch besondere Ausschnitte die barocke Gestaltung und lösen wir die geometrischen Formen durch "gestisches" Fotografieren auf.
Während der Foto-Praxis vermittelt Heinz Teufel seine Sicht für das Wesentliche, erklärt fotografische Grundlagen wie Perspektive, Licht, Bildaufbau und -aussage und liefert jede Menge Tipps und Tricks.
Nach der gemeinsamen Busrückfahrt folgt der letzte Programmpunkt für den ersten Tag. Im Stadtsaal wird der afrikanische Kontinent in Bild und Ton lebendig. Immanuel Schulz zeigt seinen Afrika-Vortrag mit einem Chor-Konzert vom Afrika-Chor Heidelberg.
Am nächsten Vormittag folgt eine intensive Besprechung der eigenen Aufnahmen. Jetzt zeigt es sich, ob es gelungen ist, mit fotografischen Mitteln Bilder zu erschaffen. Denn Heinz Teufel versteht eine eingehende Bildanalyse als Grundlage für ein gutes Bild.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgt der nächste Praxisblock. Zwei Stunden lang bietet sich die Möglichkeit der intensiven Auseinandersetzung mit Blüten und Farben. Dafür steht die Blumen- und Farbenpracht im Fürstenfelder Klostergarten zur Verfügung. Mit der Makrofotografie eröffnen sich neue Sphären der Bildgestaltung.
Danach rahmen die Teilnehmer ihre besten Aufnahmen, die während der Fürstenfelder Naturfototage in einer Sonderausstellung gezeigt werden.
Abends ist der Vortrag „Licht über Afrika“ von Katja und Josef Niedermeier für die Teilnehmer kostenfrei, genau wie die "Siegerehrung der Glanzlichter der Naturfotografie“.
www.heinzteufel.de
Den tabellarischen Workshop-Ablauf finden Sie hier.
Der Workshop findet
im Seminarbereich des Veranstaltungsforums
im Raum S5 "Stadtwerke" statt.
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