Karl-Heinz Georgi (Dia-Vortrag)
Karl-Heinz Georgi Paradies am Packeis
Eines der letzten Abenteuer in Europa liegt genau auf der Mitte zwischen dem Nordkap und den Eiswüsten am Nordpol - der 63.000 qkm große Archipel Svalbard, dessen bekannteste Insel Spitzbergen ist. Karl-Heinz Georgi ist den Wikingern gefolgt, die schon im 12. Jahrhundert die Inseln erkundet haben.

Der in der Nähe von Herford lebende Karl-Heinz Georgi (Jahrgang 1954) ist bereits als Soldat zur See gefahren. Und auch bei der Marine war er der Bordfotograf. Die Fotografie hat der Leiter eines Praxiszahnlabors dabei autodidaktisch erlernt, unterstützt durch die Teilnahme an verschiedenen Fortbildungsmaßnahmen. Blitztechnik und Lichtführung, Großformattechnik, Portraitfotografie, AV- und Digitaltechnik standen dabei ebenso auf dem Stundenplan wie Labortechnik und die Assistenz in einem Studio.
Diverse Veröffentlichungen in Tageszeitung und Zeitschriften, aber auch in Fachmagazinen für Dentalfotografie folgten. Außerdem leitet er verschiedene Workshops und nimmt, mit wechselndem Erfolg, an Fotowettbewerben teil. Sein größter Erfolg war dabei sicher der Gesamtsieg beim Internationalen Naturfoto-Wettbewerb „Glanzlichtern 2003“, als sein „Eisbär am Eisberg“ unter 9.151 eingereichten Dias aus 20 Ländern zum „All-Over Winner“ wurde.
Das Siegerbild, genau wie alle anderen Bilder zu seiner Dia-Show „Paradies am Packeis" entstand während zweier Reisen ins Eismeer, in der Region Svalbard. Die Reisen wurden vom schwedischen Naturfotografenverein „Vagarda Fotoklubb" organisiert. An Bord von Schiffen der Origo-Reederei, die sich auf Fahrten ins Eismeer spezialisiert hat, ging die abenteuerliche Reise in die Gewässer rund um Spitzbergen.

Svalbard gehört, wie alle anderen Regionen oberhalb des nördlichen Polarkreises, zur Arktis. Die Bezeichnung „Arktis" leitet sich her aus dem griechischen Wort ‚árktos‘ für Bär, und bedeutet so viel wie „Land unter dem (Sternbild des) Großen Bären". Während im 16. und 17. Jahrhundert Tausende von Walfängern ihr blutiges Handwerk ausübten, folgten später russische und norwegische Pelzjäger. Die Besiedlung Svalbards erfolgte erst ab ca. 1900 wegen reicher Kohlevorkommen. Nach dem Svalbard-Vertrag vom 9. Februar 1920 wurden die Inseln Norwegen zugesprochen. In neuerer Zeit gilt Svalbard als „größtes Labor der Welt" für Arktisforschung.
Doch zu den Besonderheiten Svalbards zählt auch die phantastische Natur und immer mehr Menschen locken die faszinierenden Schönheiten der Inselgruppen zu einem unvergesslichen Besuch. Zu den Bewohnern der Inseln gehört der Eisbär, der 1973 unter Schutz gestellt wurde. Seitdem bevölkern die Tiere wieder große Teile der Arktis, der Bestand um Svalbard wird aktuell auf ca. 3.000 Tiere geschätzt.
Der „König der Arktis“ gehört zu den Großbären und ist eines der größten Raubtiere. Die Eisbären leben auf den kleinen Inseln der gesamten Arktis rund um den Nordpol. Sie halten sich gerne in den Treibeisfeldern auf. Dort gehen sie auf Robbenjagd. Sie fressen im Sommer aber auch Lemminge, Lachse und Aas, manchmal auch Beeren. Eisbären haben außer dem Menschen keine Feinde, junge Eisbären werden manchmal von Wölfen gefressen. Da Eisbären sehr neugierig sind, besuchen sie häufig menschliche Siedlungen oder auch die Forschungsstationen.

„Paradies am Packeis“ zeigt Fotos von dieser menschenleeren Landschaft, mit seinen Eisbergen und Eisbären. Aber natürlich auch die Fauna und Flora der Inseln, die bei vielen Anlandungen mit den mitgeführten Zodiac´s ausgiebig erkundet wurde.
Sonntag, 05. Juni 2005, 10:15 - 11:00 Uhr: Karl-Heinz Georgi Paradies am Packeis
|