Fotografiert wurden diese Aufnahmen mit mehreren Kameragehäusen und einer Objektivpalette vom 24 mm Weitwinkel bis zum 600 mm Teleobjektiv. Die Makroaufnahmen entstanden mit Makroobjektiv, eventuell Zwischenringen oder Balgengerät und bei schlechten Lichtverhältnissen mit einem oder mehreren Elektronenblitzen. Die nahtlosen Panoramabilder wurden mit einer Panoramakamera mit rotierender Optik aufgenommen. Eine spezielle Belichtungssteuerung hilft dabei die Belichtung über den großen Aufnahmewinkel von 135° zu optimieren.
Mittlerweile hat Werner Kenzel sein Dschungelbuch auf einer großen Österreich-Tournee schon vielen tausend begeisterten Besuchern gezeigt. Beim internationalen Abenteuer- und Reise-Diafestival “El mundo” konnte er 2002 eine der begehrten Trophäen erringen.

Doch die außerordentliche Natur des Dschungels überschreitet oft die Grenzen der Fotografie. Denn Fotografie will etwas zeigen, der Dschungel verbirgt. Der Fotograf ist ein Sucher in einer kaleidoskopartigen Natur. Der flüchtige Anblick eines Glasflüglers weicht der Farbexplosion einer schimmernden Heliconienblüte, das kurze Surren der Flügel eines vorbeihuschenden Kolibris wird vom durchdringenden Sägen der Zikaden gelöscht, der Anblick eines Rotaugenfrosches wird durch die aufregende Entdeckung einer Lanzenotter abgelöst. Und doch sind es nur Augenblicke aus den ungezählten Seiten des Dschungelbuches, die in Momentaufnahmen festgehalten werden können.
All diese Eindrücke vieler Urwaldabenteuer hat Werner Kenzel in seinem Vortrag zu einem Ganzen verwoben. Er berichtet vom unendlichen Zyklus des Lebens, von Überlebensstrategien, Farbe und Tarnung, Wasser und Licht. Durchstreifen Sie mit ihm Costa Rica vom Atlantik über die Vulkane des Zentrallandes bis zum “Regenwald der Österreicher” am Ufer des Pazifiks. Das Dschungelbuch wird am Samstagnachmittag im Veranstaltungsforum aufgeschlagen.
Samstag, 22. Mai 2004, 13:30 - 14:30 Uhr:
Werner Kenzel: Mein Dschungelbuch
www.kenzel.at