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Vorwort

Der zehnte Glanzlichter-Naturfoto-Wettbewerb ist abgeschlossen und es liegen hektische Tage hinter uns, nicht nur wegen der sehr kurzen Zeit vom Einsendeschluss bis zur Siegerehrung. Gisela Pölking hatte die Aufgabe, das Bild auszuwählen, welches erstmalig den Fritz-Pölking-Award erhalten sollte. Es war für sie eine sehr emotionale Wahl, die sie trotz der schmerzlichen Erinnerungen des letzten Jahres mit Bravour gemeistert hat. Das Siegerbild lässt dies erahnen. Die Jurierung der Glanzlichter war dieses Jahr noch stärker von der digitalen Fotografie geprägt. 66,2% aller Einsendungen waren bereits digital aufgenommene Bilder. Niemand hätte geglaubt, wie schnell die Digitalfotografie in die Naturfotografie Einzug gehalten hat.

Erstmalig seit Bestehen des Glanzlichter-Wettbewerbes gab es auch eine nachträgliche Disqualifizierung eines Bildes wegen unerlaubter Bildmanipulation und damit Nichteinhaltung der Wettbewerbsregeln. Sicherlich schmerzlich für den Fotografen, jedoch eine verständliche Maßnahme für alle Teilnehmer, die sich an die Regeln halten.

Rückblickend bin ich froh, dass die Juroren sich die Gabe erhalten haben, zuerst das vorgelegte Bild oder Dia zu bewerten: wie hat der Fotograf seine Idee im Bild umgesetzt, wie wurde die Bildkomposition ausgeführt und wie die technischen Aufnahmemöglichkeiten eingesetzt, wie wirkt das Bild auf den Betrachter und welche Emotionen weckt es bei ihm? Und doch gab es bei einigen Bildern Diskussionen und Bedenken, dass eine nachträgliche digitale Bildmanipulation vorlag. Ein Punkt, der die Freude am Bild erschlägt.

Wünschenswert wäre es, dass einige Fotografen wieder lernen, ihre Fotos schon mit dem Blick durch den Sucher optimal zu gestalten, statt den Chip voll zu speichern und dann erst am Computer das Bild zu optimieren. Hat man durch die digitale Technik verlernt, das Handwerk auszuführen und Fotografie zu erleben? Können wir uns nicht mehr an einem schönen Bild erfreuen, ohne gleich an die technischen Nachbearbeitungen zu denken?

Dies führt leider zu oft dazu, dass manche Betrachter immer zuerst die Unverfälschtheit eines guten Bildes bezweifeln und eine nachträgliche Bildmanipulation unterstellen. Mich stimmt es traurig, bei jedem neuen Glanzlichter-Jahrgang über Original und Fälschung diskutieren zu müssen. Es ist unbestritten, die digitale Technik ist nicht aufzuhalten. Warum nutzen wir nicht die Vorteile, die sie uns bietet, statt sie auszunutzen. Gewöhnen wir uns daran, dass eines Tages Bilder nur noch auf Chip gespeichert und nicht mehr liebevoll auf Film gebannt werden. Konzentrieren wir uns darauf, dass man auch digital ein Naturdokument aufnehmen kann und verschwenden nicht die Zeit damit, nachträgliche Bildmanipulationen zu diskutieren statt zu fotografieren. Viele Naturfotografen zeigen uns, dass es funktioniert.

Mit Freude lese ich manche Geschichten, die mir die Fotografen zu ihrem Gewinnerbild geben. Sie schildern oft sehr ausführlich beschwerliche Wanderungen, langes Warten, oder das wiederholte Zurückkehren an einen Platz, weil man dort ein Tier treffen möchte, um es vor einer bestimmten Kulisse oder bei einer bestimmten Lichtstimmung zu fotografieren. Diese Hintergründe, die wir erst erfahren, wenn das Bild gewonnen hat, zeigen uns, dass außer einer guten Bildkomposition und einer technisch einwandfreien Ausführung dem Bild noch etwas anderes mitgegeben wurde.

Von allen, die das Hobby oder den Beruf der Naturfotografie ausüben, hoffen wir, dass sie sich diesen Enthusiasmus bewahren.

                                       

                                            Mara Fuhrmann

 

 
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