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Sonntag, 13 Mai: 13.45-14.30 Uhr

 

Menschenaffen– Begegnungen
mit unseren nächsten Verwandten

Sepp Friedhuber

 

Sepp Friedhuber, Jahrgang 1948, ist an 12 Dokumentationen beteiligt und wird mit „Goldener Kamera“ und „Goldener Romy“ ausgezeichnet. Er ist österreichischer Staatsmeister für künstlerische Fotografie und gewinnt 2013 eine Silbermedaille beim Global Arctic Award.

Seine Vorträge sind fachlich kompetent, der Referent ist für seinen humorvollen Vortragsstil bekannt und er gilt in Österreich als Urgestein der Vortragsszene.

Reisen zu den Primaten zählen zu den beeindruckendsten Tiererlebnissen, obwohl man mit dem Begriff  „Tier“ etwas vorsichtig sein sollte. Denn es besteht kein Zweifel, dass sich der Mensch und die Primaten aus gemeinsamen  primitiven Vorfahren entwickelt  haben.

Im Tanjung Puting Nationalpark in Borneo  liegt eines der wichtigsten Rückzuggebiete der Orang Utans. Durch Raubbau an den Regenwäldern ist der Lebensraumverlust die größte Bedrohung für ihr Überleben in freier Wildbahn. Der „Rote Waldmensch“ ist vom Menschen stammesgeschichtlich am weitesten entfernt, er ist anatomisch an das Leben in den Baumkronen angepasst und Vegetarier.

Berggorillas haben wie alle anderen Gorilla-Unterarten ein ausgeprägtes Sozialverhalten, das ihr friedliches Zusammenleben regelt. An den Virunga Vulkanen in Ruanda lassen sich die „sanften Riesen“ am besten beobachten.

Nur etwa hundert Kilometer Luftlinie von den Virunga Vulkanen entfernt, in der Demokratischen Republik Kongo, lebt die kleine Population der östlichen Flachlandgorillas.

Der westliche Flachlandgorilla ist auch in Gabun in Regenwäldern und Sumpfgebieten des Kongobeckens verbreitet. Sein Bestand wird auf bis zu 100.000 Tiere geschätzt. Da die Wälder in ihrem Lebensraum kein so üppiges Nahrungsangebot wie die Bergwälder an den Virunga Vulkanen aufweist, wandern sie manchmal bis zu 20 Kilometer am Tag.

Der Gombe Nationalpark wird aufgrund seiner großen Population an Menschenaffen auch „Schimpansenland“ genannt. Bekannt wird der kleinste Nationalpark des Landes durch die Pionierarbeit von Jane Goodall, die hier ihre Verhaltensforschung beginnt. Sie stellt als erste fest, dass es keine scharfe Trennung zwischen den Menschen hier und den Nichtmenschen dort gibt. Die DNA  der Schimpansen ist zu 98,4%  mit der menschlichen identisch. Etwas mehr als ein lächerliches Prozent, das uns genetisch vom Affen trennt.

Eine Reise zu den Primaten ist daher eine Reise zu den eigenen Wurzeln und der Blick in das Gesicht eines Primaten  sagt uns einiges über uns selbst.

www.fotofriedhuber.at

 

Dieser Vortragsblock kostet € 12 (VVK) oder € 15 (TK).

 

 
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