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Glanzlichter 2017

All-Over Winner


Winner: Cabral, Marcio
Futtersuche mit Beleuchtung

Marcio Cabral, Brasilien

Futtersuche mit Beleuchtung

Ameisenbär und Glühwürmchenlarven

Emas Nationalpark, Goiás, Brasilien

 

Im zentralen Savannenhochland von Brasilien wurde 1961 der Emas Nationalpark eingerichtet und 2001 zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt. In ihm leben zahlreiche bedrohte Großtierarten. Aber auch die kleinen Lebewesen sind hier einzigartig. Marcio wollte die in der Nacht leuchtenden Termitenhügel fotografieren, ein Vorhaben, welches mit viel Zeit und Aufwand verbunden ist. Es sind nicht die Termiten, die dieses Leuchtfeuer entfachen, sondern die Larven verschiedener Glühwürmchenarten, die sich einfach in diese fremde Wohnung einquartieren. Nur zur Frühlingszeit zwischen Oktober und November und zum Beginn der Regenzeit zeigt sich dieses Phänomen auf den Flächen der Savanne.

Die Glühwürmchen sitzen dann in feuchtwarmen Nächten auf der Oberfläche der Termitenhügel und ziehen durch ihr Leuchten Insekten an: ein Festschmaus rund um das Termitenhaus. Auch andere Tiere nutzen das Leuchten, um leicht an Nahrung zu gelangen, wie dieser große Ameisenbär, der Marcio in dieser Nacht am Termitenhügel begegnete. Den Kameraaufbau hatte er am Tag mit zwei Blitzen eingerichtet, die mit lichtdurchlässigen Diffusoren ausgestattet waren.

Canon EOS 5DSR, Nikon 2,8/14-24mm,
Stativ, 2 Blitzgeräte, Diffusor, ISO 5000, f 4, 30 sec
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Glanzlichter-Naturfotograf 2017
Marcio Cabral

Seit über 20 Jahren bin ich Naturfotograf und wohne in der Hauptstadt Brasiliens, in Brasilia. Zu meiner Passion wurde zunächst die Landschaftsfotografie. Durch eine Vielzahl von Reisen und daraus folgenden Veröffentlichungen und preisgekrönten Arbeiten wurde ich in meiner Heimat sehr bekannt. Seit 2000 ist die Naturfotografie zu meinem Beruf geworden, und acht Jahre später habe ich mich auf die Panoramafotografie spezialisiert. 2009 konnte ich dann, dank der neuen Kameratechnik, auch der Astrofotografie mehr Zeit widmen. Doch dies war mir immer noch nicht genug. 2010 kaufte ich mir ein Unterwassergehäuse für meine Kamera und machte mit viel Enthusiasmus Unterwasserfotos. Und ich fügte zwei meiner fotografischen Vorlieben zusammen und begann, Unterwasserpanoramas zu machen. So wurde ich Rekordhalter im Guinnessbuch als der Fotograf, der das größte Unterwasserpanorama erstellt hat.

Heute produziere ich sphärische Panoramen und Fine-Art-Drucke von meinen Fotos. Außerdem biete ich Workshops und fotografische Expeditionen in Brasilien und den Nachbarländern an. Meine Bilder wurden schon in vielen Wettbewerben, wie Sony WPA, MML, Oasis, PX3, Big Picture, Nature Talks, Head On, FAPA, Nature Images Awards, Memorial Felix, Montphoto, Panoawards, MIFA und Loupe Awards ausgezeichnet.

An diesem Bild habe ich sehr lange gearbeitet. Schon mehr als drei Jahre fuhr ich in den Emas Nationalpark, der über 600 Kilometer von meinem Wohnort entfernt liegt. Es ist aber eher selten, dass man dort gute Bedingungen antrifft, um ein solches Foto zu realisieren. Es muss am Nachmittag regnen und sehr heiß sein, es darf kein Vollmond scheinen und nachts muss es kalt sein. Zu Beginn meiner Arbeit an diesem Motiv war ich sehr frustriert, da die Bedingungen nie passten und ich viele Tage umsonst wartete. Zu der Zeit, als das Foto entstehen sollte, habe ich fünf Nächte dort verbracht. Es regnete ohne Unterlass, und ich war ständig durchnässt. Ameisenbären kommen in dieser Gegend eigentlich häufig vor, sind aber sehr scheu. Doch sie sehen und hören schlecht, und wenn der Wind günstig steht, bemerken sie einen nicht. Ich hatte dunkle Kleidung an, saß vier Meter vom Termitenhügel entfernt und begann damit, den glühenden Termitenhügel zu fotografieren. Es war ein Glücksfall, dass der Ameisenbär sich in dieser ersten trockenen Nacht an dieser Stelle einfand und dort seine Mahlzeit suchte.

 

Begründung der Jury

Das diesjährige Siegerbild hatte sich in den konstruktiven Diskussionen der Jury schnell als Gesamtsieger herauskristallisiert. Dabei erinnerte sich die Jury daran, dass ein ähnliches Bild vor einigen Jahren beim größten Naturfotowettbewerb der Welt einen Preis gewonnen hatte.

Nachdem der Gesamtsieger im Glanzlichter-Naturfotowettbewerb feststand, bekräftigte der Vergleich die Wahl der Jury, damit ein ungewöhnliches und sehr seltenes Naturdokument auszuzeichnen.

Jurymitglied Isabel Synnatschke, in Brasilien aufgewachsen und aktive Naturfotografin, konnte den anderen Jurymitgliedern sofort einige interessante Details zu dieser Landschaft geben. Uns faszinierten nicht nur die glühenden Termitenhügel, sondern auch die Tatsache, dass dem Fotografen an dieser Stelle in der Nacht noch ein großer Ameisenbär begegnet war.

Für uns ein unglaubliches Ereignis sowie ein einmaliges Naturdokument und ohne Zweifel auszeichnungswert. Deshalb haben wir Marcio etwas mehr Raum gegeben und ihn erzählen lassen, wie es zu diesem Foto und der Begegnung kam.

 

 
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