Martl Jung wurde 1967 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Er lebt mit seiner Familie in München, wo er neben seiner Vortragstätigkeit bei einem Ex-peditionsausrüster arbeitet.
Zur Fotografie kommt Martl Jung als Testpilot des Drachenfliegermagazins. Ihn reizen dabei der besondere Blickwinkel und das Fotografieren unter schwierigen Bedingungen. Inzwischen konnte er sein fotografisches Repertoire vom Himmel hinunter zur Erde erweitern und er beschäftigt sich mit den drei Themen actionreiche Sportfotografie, Portraits der besuchten Menschen in ihrem Alltag und Naturfotografie.

Als Martl Jung 1990 von einer Autoreise aus der Sahara zurückkehrt steht für ihn fest: er wird wiederkommen; mit dem Fahrrad. Zahlreiche Reisen haben ihn seitdem in die Sahara oder entlegene Regenwaldgebiete geführt.
Nach vielen Fernreisen hatte er sich 2001 entschlossen, das Abenteuer in Sichtweite zu suchen. Nicht nur schnell mit dem Auto über den Brenner, einen Berg besteigen, eine Nacht auf der Hütte verbringen, um am Montag wieder seiner Arbeit nachzugehen. Nein, er wollte von zu Hause weggehen, um erst dort wieder aufzuhören, wo die letzten Falten der Erdkruste kurz vor Mailand in die Po-Ebene eintauchen.

Durch die Alpen geht man am besten zu Fuß. So ist man langsam und unabhängig genug, um die Menschen auf den Almen zu treffen oder den Geburtstag des Hüttenwirtes anständig zu begießen. Zu Fuß geht man auf kleinen Pfaden abseits der Massen, da, wo die interessantesten Begegnungen warten.
Ein vorzeitiger Wintereinbruch zwingt ihn schon nach wenigen Tagen hinunter in die Täler und der Wanderer muss seine Tour abbrechen. Doch er kommt wieder, schon nach einem Jahr. Insgesamt 35.000 Höhenmeter und 475 Kilometer warten auf ihn auf seiner langen Route bei seinem Marsch von Bayern nach Italien.

Den gesamten Rückweg der Alpenüberquerung fliegt Martl Jung mit einem Ultralightflugzeug ab, und er zeigt aus der Luft die enormen Dimensionen und interessante geologische Formationen.
In seinen Diareportagen setzt Martl Jung modernste Überblendtechnik mit sensiblen Bildern, Musik und Originalton ein. Die Zuschauer spüren die Authentizität und die sorgfältige Recherche der Themen. Diese Mischung aus Abenteuer und kritischer Berichterstattung, aus mitreisender Erzählkunst und professioneller Diapräsentation machen den Reiz des „Alleingang über die Alpen“ aus.
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