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Samstag, 3. Mai: 16.30 - 18.15 Uhr

 

Dieter Glogowski (digitaler Dia-Vortrag)

Tibet - Flucht vom Dach der Welt

 

Dieter Glogowski hat sich auf die Himalaya-Region spezialisiert und gehört zu den etabliertesten Dia-Referenten im deutschsprachigen Raum.

1956 in Frankfurt am Main geboren, arbeitet der Bildband- und Drehbuchautor heute als freier Foto- und Fernsehjournalist. Seine TV-Produktionen „Länder-Menschen-Abenteuer" wurden international ausgezeichnet, er ist Gründer des Frankfurter Dia-Show-Festivals „Weitsicht“ und Buchautor. Mit einem Teil seiner Honorare engagiert er sich seit Jahren an sozialen Projekten im Himalaya. 1993 wählten ihn die Mönche des Kloster Lingshed in Zanskar zu ihrem Repräsentant für Deutschland.

Olympische Spiele 2008 in Peking. Die Weltmacht China versucht sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Verdrängt sind Umweltkatastrophen, unmenschliche Arbeitsbedingungen und die Unterdrückung von Minderheiten.

Vergessen wird, dass jeden Winter über 1.000 tibetische Kinder versuchen, über die eiskalten und zugeschneiten Himalaya-Pässe in die Freiheit zu fliehen. Von ihren Eltern werden sie nach Dharamsala in die Nähe des Dalai Lama geschickt. Eltern, die ihre Kinder kaum mehr wieder sehen werden, sie aus Liebe loslassen, um ihnen eine Ausbildung und die Erhaltung ihrer tibetischen Traditionen zu ermöglichen.

Dieter Glogowskis Reise beginnt im Sommer 2006 in Peking und Shanghai und folgt dem chinesischen Touristenstrom über Osttibet der neuen Eisenbahnstrecke nach Lhasa. An der Nordseite des Mt. Everest trifft er sich mit dem Führer des Flüchtlingstrecks.

Sechs Monate später stößt der Journalist auf die tibetische Flüchtlingsgruppe und überquert mit ihnen den 5.800 Meter hohen Nangpa La-Pass nach Nepal. Zwischen den 8.000 Meter hohen Bergriesen Cho Oyu und Mt. Everest dokumentiert er den dreiwöchigen Fußmarsch der Gruppe, an dessen Ende er die Kinder dem Schutz des Klosters Thubten Chöling in Ostnepal übergibt.
Jahrelange Recherchen und unzählige Reisen und Kontaktgespräche in Tibet, Nepal und Dharamsala gingen dieser neuesten Foto-Produktion des Himalaya-Spezialisten voraus.

„Tibet - Flucht vom Dach der Welt“ ist eine atemberaubende Fotoreportage über ein Flüchtlingsdrama, in der Dieter Glogowski objektiv aktuelle Veränderungen im tibetisch-chinesischen Spannungsfeld dokumentiert. Wie bei allen seinen Reportagen ist der Fokus dabei vor allem auf die Menschen gerichtet – eingerahmt in die grandiose Landschaft des Himalayas.

www.dieter-glogowski.de

 

Dieter Glogowski über „Tibet – Flucht vom Dach der Welt“:
Die Geschichte einer Flucht aus Tibet, wie sie in dem Buch „Tibet – Flucht vom Dach der Welt“ und der gleichnamigen Multimedia-Präsentation dargestellt ist, wurde bezüglich der Namen, Daten sowie einzelner Ereignisse und Details aus verschiedenen Gründen bewusst modifiziert. Es geht nicht darum, ein Einzelschicksal zu dokumentieren, sondern eine Geschichte zu erzählen, die beispielhaft ist für das Schicksal der etwa 3000 Tibeter, die jedes Jahr aus ihrer Heimat fliehen. Nicht ein Einzelfall, sondern ein ganzer komplexer Problemkreis wird anschaulich thematisiert. Die Fotos und Texte beschreiben exemplarisch eine Situation, die sich seit vielen Jahren im Grenzgebiet zwischen Tibet und Nepal täglich aufs Neue wiederholt. Daher ist es nicht wichtig, ob die Personen, die im Buch Norbu, Lhakpa und Nyima genannt werden, in jeder Einzelheit tatsächlich den beschriebenen Werdegang genommen haben, denn sie stehen stellvertretend für alle tibetischen Flüchtlinge. Aus diesem Grund wurde auch ihr Schicksal im Exil exemplarisch dargestellt – Lhakpa geht ins Kloster, Norbu ins SOS-Kinderdorf – so wie dies bei den allermeisten der jugendlichen Flüchtlinge der Fall ist.
Nicht zuletzt musste unbedingt auf den Schutz aller beteiligten Personen geachtet werden. Das Risiko von Tibetern, deren wahre Identität in den Medien preisgegeben wird, bedeutet Gefängnis, Folter, Straflager und Repressalien gegen ihre in Tibet verbliebenen Angehörigen. Dies musste um jeden Preis verhindert werden.
Hauptanliegen des Buches ist es, die desolate Situation der Menschenrechte im chinesisch besetzten Tibet zu thematisieren, gerade angesichts der Tatsache, daß sich China im Jahr 2008 als Ausrichter der olympischen Spiele der Welt präsentieren darf. Aus diesem Grund ist ein großer Teil des Buches der aktuellen und historischen Hintergrundsinformation gewidmet, um die tibetische Flüchtlingsproblematik und die gegenwärtige Situation Tibets in ihrer ganzen Bandbreite verständlich zu machen. Wenn dieses Buch nur einen geringen Beitrag dazu leisten kann, die Unterdrückung Tibets und das Leid der tibetischen Flüchtlinge ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken, so ist sein Zweck mehr als nur erfüllt.

www.dieter-glogowski.de/multivisionsshow/tibet-flucht-vom-dach-der-welt/

 

 
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