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“Glanzlichter” ist nicht nur ein ästhetisches Fotodokument. Das Buch ist darüber hinaus ein wunderschöner Beitrag zum Erhalt der Vielfalt und Schönheit unserer Erde, weil er sie dem Betrachter bewusst macht. Es schult seinen Blick für Verborgenes. In der Hektik des Lebens ist es nur wenigen vergönnt, auf die Nuancen des allgegenwärtigen Lebens zu achten und die Genialität der Schöpfung deutlich zu erfassen. Es sind genau die eintausendstel Sekunden, die unser Auge gar nicht mehr wahrnimmt, und wo die Kamera für uns schauen muss. So sehen wir manch Bekanntes in völlig neuem Licht, entdecken eine Schönheit und Brillanz, die uns in den Bann zieht, die uns zwingt zum genaueren Hinschauen und uns Respekt abnötigt vor der Komplexität des Kosmos.

Wie bedeutungsvoll ein jedes einzelne Mosaik im großen Weltgefüge ist, wird jedem klar sein, der sich hautnah mit den Naturelementen auseinander gesetzt hat. Ob Wal oder Bakterie, ob Liebe oder Hass - alles gehört in die Komplexität unserer Erde, kein einziges Mosaik ist ohne irgendwelche Bedeutung.

Als ich 2003 vom Hubschrauber im brasilianischen Regenwald ausgesetzt wurde, um dann allein und ohne jedes Hilfsmittel zurückzufinden in die “Zivilisation”, hatte ich einundzwanzig Tage, vor allem auch Nächte lang Gelegenheit, die unfassbare Fülle des Biotops Regenwald zu bewundern. Mangels Ausrüstung war ich gezwungen zum genaueren Hinschauen. Es ging mir dort wie jetzt beim Betrachten der fünf “Glanzlichter”-Ausgaben. Ich hatte Muße, nahm ganz anders wahr. Plötzlich nicht mehr “Krone der Schöpfung”, fühlte ich mich nur noch als winziges Puzzlestück in der mich umwogenden Vielfalt. Reduziert auf das bisschen Mensch, den Kräften der Natur ausgeliefert, einbezogen in den Bannkreis Wald. Da lag ich in meiner selbstgemachten Hängematte neben meinem Freund und Beschützer, dem Feuer und bestaunte den Urwald, das Meisterwerk des Schöpfers, das pralle Leben um mich herum, das keine Pause kennt. Das Streben nach Licht, der Überlebenskampf, das Sterben. Gigantisch, zwingend zum Hinschauen, zum Erfassen der Details: das Glühwürmchen, das zum Feuer strebt, die leuchtenden Punkte der Fäulnis auf dem Humusteppich. Eindrücke , die Ehrfurcht gebieten, die Engagement auslösen, Verpflichtung, diese Reichhaltigkeit zu erhalten. Bis ins kleinste Detail. Denn nur Vielfalt garantiert eine lebenswerte Zukunft.

Dieser Zwang zum Hinschauen ist eine der Stärken des vorliegenden Bandes. Die ungewohnte Einmaligkeit der Bilder, der Reiz der besonderen Perspektive, sie lassen uns wahrnehmen, was sonst unregistriert an uns vorbeirauscht.

Aber es gibt noch eine zweite Stärke. Eine subtile. Ich bin mir sicher, dass Glanzlichter bei einigen seiner Betrachter - über das Aah! und Ooh! hinaus - eine Initialzündung zum eigenen Engagement für den Erhalt der Natur auslösen könnte. So wie es bei Mara Fuhrmann war, als ihr die Idee zu diesem Buch kam, das sich schnell von der Larve zum wunderschönen Schmetterling, zu einer “Institution” entwickelt hat. “Glanzlichter” - für mich ein sehr persönliches, ein schönes Beispiel für Naturschutz. Es bestätigt mir meine eigene Erfahrung, dass es nur des Willens, der Fantasie und der individuellen Qualifikation eines jeden Menschen bedarf, auch seinem Leben noch mehr Sinn, eine neue Dimension und Erfüllung zu geben. Verantwortung zu praktizieren, etwas Idealistisches oder Materielles für die Nachwelt zu hinterlassen, wenn Mutter Natur uns den Löffel aus der Hand nimmt. Man sollte sich klar machen, dass niemand und kein Beitrag sind zu gering, um nicht Chancen auf Erfolg zu haben, Wirkung zu erzielen. Denn schließlich entstand alles, was es auf dieser Erde an von Menschen Geschaffenem gibt, zuallererst im Kopf einer einzelnen Person. Und die hat es verstanden, mit Glück und Geduld die Idee zu realisieren. Egal, ob politische Partei, Religion, ein Haus oder ein Glanzlicht wie das vorliegende. Alles, was dem Überleben der Erde dient, ist wichtig.

Das erkannten schon nordamerikanische Indianer als sie sagten: “Alles Leben hängt zusammen. Wie ein Spinnetz, das von Insekten bis zu den Adlern am Himmel reicht. Wenn wir nur einen einzigen Faden zerschneiden, ist das ganze Netz zerstört. Die Menschheit muss wieder lernen, die Zusammenhänge richtig zu sehen, um auf dieser Erde leben zu können.” Ich gratuliere Mara Fuhrmann zu dem vorliegenden Werk und zu ihrem sympathischen Plädoyer für Mutter Erde! Mögen auch die Bände der vergangenen Jahre eine ständige Wiederbelebung erfahren.

Rüdiger Nehberg

 

 
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