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Vorwort

Das zweite Jahrzehnt des Glanzlichter Wettbewerbs hat nun begonnen und es startet sofort mit der Einbeziehung neuer Medien. Zum ersten Mal konnten die Fotografen auf der Glanzlichter-Homepage ihre Bilder hoch laden. Und davon wurde rege Gebrauch gemacht. Was für die Teilnehmer eine erhebliche Erleichterung war, wurde für uns zu einem logistischen Kraftakt, der sehr viel Umsicht, Aufmerksamkeit und Zeit beanspruchte. Da wir den Fotografen den gewohnten Service bieten wollten, hatte die Programmierung alle Hände voll zu tun, dies auch umzusetzen. Bereits im vergangenen Sommer wurde dieses Modul im Internet angelegt und ausgetestet. Mit dem Beginn eines neuen Abschnittes bedenkt man nicht alle Anforderungen, so dass wir während des Wettbewerbs manchmal ganz schön ins Schwitzen kamen. Wir sind froh, einen Hostmaster zu haben, der mit uns die Nächte geteilt hat. Denn keiner von uns ahnte vorher die hohe Beteiligung am Wettbewerb, die über das Internet genutzt wurde. Selbst am letzten Tag und in den letzten Stunden vor Einsendeschluss war die Nutzungsfrequenz extrem hoch. 

Auch die Juroren stellten sich der neuen Aufgabe, die Bilder im Computer zu sichten und dann auf einem großen Bildschirm zu bewerten. Ein sehr komfortables Bildbetrachtungsprogramm hat dabei hervorragende Dienste geleistet. Da bisher bei den Glanzlichtern noch nie ein Juror zum zweiten Mal in der Jury saß, haben sich auch die diesjährigen Juroren sich ganz auf die eingereichten Bilder konzentriert.

In diesem Jahr wurde darauf geachtet, Bildmanipulationen vom Wettbewerb auszuschließen. Dabei wurde nicht mehr so detailliert kontrolliert, ob ein Bild in anderen Wettbewerben gewonnen hat. Diese Arbeit kann die Jury nicht leisten, denn wir vertrauen den Fotografen und zählen auf die Fairness gegenüber anderen Teilnehmern. Doch es gibt aufmerksame Fotografen, die uns informieren. Und wir sind traurig, dass es immer wieder Teilnehmer gibt, die einfach die Regeln nicht akzeptieren. 

Mit einer Träne im Auge registrierten wir den Rückgang der Einsendungen an Dias. Nur noch gut eintausend Dias wurden eingereicht. Viele Teilnehmer lieferten ihre wertvollen Dias als Scan und online. Eine Sicherheit für den Fotografen, die Originale nicht aus der Hand geben zu müssen. All dies ist für uns das Zeichen, mit unserem Wettbewerb auf dem richtigen Weg zu sein, rechtzeitig die neuen Medien zu akzeptieren, einzubeziehen und weiterhin auszubauen. Wir sehen, dass die Akzeptanz vorhanden ist und die Fotografen Schritt halten. 

Wie komfortabel die digitale Fotografie für den Naturfotografen ist, sehen wir daran, dass die Qualität der aufgenommenen Motive nicht darunter leidet. Der Fotograf kann testen und fotografieren, ohne Filmmaterial zu verbrauchen und auf das Ergebnis warten zu müssen. Jedoch fällt es auf, wie Bildausschnitt und Komposition des Bildaufbaus dabei oft vernachlässigt werden. 

Dies hat auch dieses Jahr dazu geführt, dass einige Fotografen auf Grund eines extremen Bildausschnitts ihr Bild verkleinert und damit ihre Siegerchance vergeben haben. Auch beim digitalen Bild sollte die Schärfe stimmen und die Datei groß genug sein, um einen qualitativ guten Abzug für die Ausstellung erstellen zu können.  Diese Komponenten waren bei einigen wenigen Bildern der Endrunde nicht gegeben. Wir konnten hier feststellen, dass die Aussage von Fritz Pölking ebenso in der digitalen Fotografie anzuwenden ist: Auf der Leinwand sieht ein unscharfes Dia immer noch gut aus, um aber die Qualität zu beurteilen, muss man es mit der Lupe kontrollieren. So ging es uns auch bei einigen wenigen digitalen Bildern. War das Bild auf dem Bildschirm noch akzeptabel, so war es beim Überprüfen mit Hilfe von Photoshop und dem anschließenden Probeausdruck dann letztendlich doch zu unscharf. 

Diese umfangreiche Arbeit, die viel Zeit gekostet hat, machte uns trotzdem viel Freude. Das Hineinwachsen in eine neue Dimension und Aufgabe verlangt auch in Zukunft, für die Natur und die Naturfotografie unsere gesamte Kraft einzusetzen. Und wir hoffen, dass die Naturfotografen dies ebenso sehen. Dass sie sich weiterhin der Fotografie intensiv widmen, die Natur durch ihre Naturdokumente bewahren helfen und sich darauf besinnen, sich selbst treu zu bleiben.

                                  

                                            Mara Fuhrmann

 

 

 

 

 
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