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Donnerstag, 10. Mai: 10.00 -
Freitag, 11. Mai: 20.15 Uhr

 

Workshop: 
ZEN-Art-Fotografie -
Der minimalistische Weg des Wabi-Sabi

Hermann J. Netz

 

Hermann J. Netz, geboren 1952 in Weißenthurm am Rhein, studiert von 1975 bis 1978 an der Kunstschule Malerei und Grafik. Nach dem Einstieg in die Fotografie beschäftigt sich der Leica Zen-Foto- und Landart-Künstler intensiv mit der Natur und Kultur. Außerdem gibt er Seminare zu verschiedenen Themen, und ist freier Mitarbeiter der Leica Akademie. Seit 2009 ist er Dozent an den Kunstakademien in Geras Wildkogel und Boesner.

Die Auseinandersetzung mit der Stille, Langsamkeit und Achtsamkeit führt Ihn zum meditativen Minimalismus. Dieser Weg zeichnet sich durch meditative Verschmelzung, konzentrierte Detailstudien, abstrakte Bildauffassung, minimalistische Arbeitsweise aus. Diese Lebensweise versucht er in seinen Workshops meditativ und achtsam weiter zu vermitteln.

Seine Katzen, die Begeisterung für japanische Haikus, asiatische Tuschemalerei, Bildhauerei, meditativ-balancierende Skulpturen sowie Klassik und Jazz verschaffen Ihm die nötige innere Ruhe und geistige Flexibiltät.

www.netzphoto.com

Wabi-Sabi ist eine Komponente der japanischen Ästhetik. Diese Wortverbindung, deren Konzeption vor hunderten von Jahren durch Zen-Priester seine entscheidende Ausprägung erhielt, verwendet man in Japan, um eine ganz spezifische Art von Schönheit zu beschreiben, die sich durch Einfachheit und den Verzicht auf Äußerliches zugunsten innerer Werte auszeichnet. Es bedeutet Natürlichkeit, Einfachheit und Bescheidenheit in Anlehnung an das buddhistische ZEN.

Laut Leonard Kohen bezeichnet Wabi-Sabi die Schönheit vergänglicher, unvollständiger, anspruchsloser und schlichter Dinge.

In einer Zeit, die getragen wird von Superlativen und Jahrhundert-Ereignissen, widmen wir den kleinen Dingen nur wenig Aufmerksamkeit. Halten wir einen Moment inne, gerade dort, wo wir sind, atmen tief durch und schauen uns genau um. Tauchen wir ein ins Hier und Jetzt: Der abgegriffene Türknauf am Kirchentor, die Farbenpracht der Graffitis an der bröckelnden Fassade, die Spinnweben, die keck das alte vergammelte Türschloss erobern, das Blatt, das sich wie eine Zigarre zusammenrollt und deren Farbe annimmt, die verklebte Gänsefeder, die hilflos im Wind treibt, die vor sich hinwelkende Rose. Ein wohliges Gefühl erfasst uns, wir sind innerlich frei, träumen und erkennen in abgetretenen Bodenplatten wahre Fantasiewelten.

Achtsamkeit - ein Schlagwort unserer Zeit  - will geübt und praktiziert werden.

In der Fotografie stellt Wabi-Sabi einen natürlichen Gegenpol zur digitalisierten, unbegrenzt reproduzierbaren Hochglanz-Ästhetik der heutigen Computertechnologie bestimmten Zeit dar. Nicht durch technische Perfektion und durch Nachbearbeitung entsteht das besondere Foto, sondern durch Natürlichkeit. Die Dinge so zeigen wie sie sind, Emotionen hervorrufen und so das Auge des Betrachters zum längeren Verweilen, ja sogar zur Meditation einladen. Bewusster Umgang mit dezenten Farben, gewollter Unschärfe und Patina zeigen - das ist Zen-Art, Fotografie im Sinne des Wabi Sabi.

Deshalb wendet sich dieser Zen-Art-Workshop auch den fotografischen Themen Einfachheit, Natürlichkeit und Vergänglichkeit zu. Auf der Suche nach der „Schönheit des Unvollkommenen“ richtet sich für die Teilnehmer dabei der Fokus auf drei wesentliche Teilaspekte der Fotografie: Motivauswahl, Komposition und eine achtsame Denkweise.

Dieser Workshop bietet eine Auszeit mit der Kamera. Die perfekte Möglichkeit inne zu halten und das unmittelbare Umfeld neu zu entdecken. Die Teilnehmer beschreiten den Weg der Langsamkeit und Achtsamkeit des Wabi-Sabi in der Zen-Photographie.

Kein Teilnehmer wird ein anderer Mensch dadurch. Aber Sie haben jede Menge Spaß mit sich, mit Ihrer Kamera und den entstandenen Bildern.  

Bei der Bildbesprechung sucht jeder Teilnehmer sein Bild aus, welches dann während der Fürstenfelder Naturfototage in einer Ausstellung gezeigt wird.

Minimalismus als Weg zum besseren Bild - weniger ist mehr, lautet das Motto. Die volle Konzentration liegt auf dem Motiv, deshalb ist auch die Ausrüstung minimalistisch. Sie benötigen Ihre Kamera und ein Objektiv - das setzt natürlich voraus, das Sie Ihre Kamera kennen. Für diese meditative Arbeitsweise benötigen Sie auch ein Stativ.

Auszeit mit der Kamera – ohne großen Ballast  - heißt das Zauberwort. Wir bieten Ihnen die perfekte Möglichkeit, innezuhalten, Ihr unmittelbares Umfeld neu zu entdecken und dem Alltag auf meditative Weise zu entrücken.

Für die Bildauswahl empfiehlt es sich, ein Laptop mitzubringen.

An beiden Workshop-Tagen essen die Teilnehmer gemeinsam im Klosterstüberl. Auch die beiden Veranstaltungen im Stadtsaal sind an beiden Tagen im Preis inbegriffen:

das Konzert "Composing Light" vom "Orchestra of Truth" am Donnerstagabend,

der Vortrag „Greifvögel in Spanien“ von Joachim Griesinger und die „Siegerehrung der Glanzlichter der Naturfotografie“ am Freitagabend.

Den tabellarischen Workshop-Ablauf finden Sie hier

 

Der Workshop kostet € 220 (VVK) und findet im Seminarbereich im Raum "S5 Stadtwerke" statt.

 

 
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