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Vorwort

Wieder ist ein Jahr vergangen, und die Zeit der Vorbereitung und Jurierung zum aktuellen Wettbewerb ist vorbei. Die Gewinner stehen fest, und wir wollen Ihnen die wichtigen Entscheidungen der Juroren mitteilen. Der Anteil der digital eingereichten Bilder ist erneut gestiegen und achtzig Prozent der Teilnehmer haben ihre Bilder online hochgeladen. Nachdem die letzten zwanzig Bilder einer Kategorie von der Jury festgelegt waren und die Originaldateien vorlagen, haben erneut einige Bilder diese Runde nicht überstanden.

Bei wenigen Bildern war der eingereichte Bildausschnitt aus dem Originalbild zu eng gewählt, und dadurch wurde für uns die Datei unbrauchbar. Vielleicht könnte unser Fachlabor aus dieser stark beschnittenen Datei noch ein annehmbares Bild herausarbeiten. Jedoch ist dies nicht der Sinn eines Wettbewerbs. Oft war das Originalbild in der
Bildkomposition ein ebenso gutes Bild und hätte die gleiche Chance gehabt, ein Gewinnerbild zu werden wie der eingereichte Bildausschnitt. Zwei eingereichte Bilder mussten aus der Gewinnerliste gestrichen werden, denn das eingereichte Bild vermittelte durch Farbverfälschung einen völlig anderen Eindruck, als das Originalbild. Drei Bilder wurden disqualifiziert, da Bildteile auf dem eingereichten Bild entfernt wurden, die auf dem Originalbild vorhanden waren.

Ausgehend davon, dass in verschiedenen Naturfotowettbewerben immer mehr ausgefallene Bilder eingereicht und auch prämiert werden, fragte sich die Jury auch, wo dieser Trend in Zukunft hinführen wird. Leidet darunter die Naturfotografie oder gar die Kenntnis über den perfekten Einsatz der Kameratechnik? Oder setzt sich der Fotograf dadurch unter Druck, diesem Trend zu folgen, statt vielmehr seine Kraft zum Schutz der Natur einzusetzen? Wir haben uns all dies bei der Jurierung mehrmals gefragt. Sollte nicht ein gutes Naturfoto auch immer ein gutes Naturdokument sein. Kann ein einfaches, oft fotografiertes Bild denn überhaupt noch ein Gewinnerbild werden?

Wir denken zurück an das Gewinnerbild der Glanzlichter der Naturfotografie 2008. Das Löwenportrait. Wie oft hat man ähnliche Bilder gesehen und doch hat bei den Juroren nur dieses Bild eine Emotion geweckt, den Betrachter verfolgt, gefangen genommen. Gerade weil wir in der heutigen Zeit täglich mit Bildern überhäuft werden, findet das Auge oft Halt in einem Bild dieser Art. Dies zeigt uns auch ganz klar die Auswahl von Gisela Pölking, die das Bild des Fritz Pölking-Awards dieses Jahr mit ganz anderen Emotionen ausgesucht hat als in den letzten Jahren. Ruhe in Bildern, Ruhe für die Natur, Ruhe für den Fotografen – vielleicht ist dies ein Schritt, durch den wir der Natur viel mehr zu geben können, als wir erahnen.

Die Entscheidung für das diesjährige Gewinnerbild wurde von der Jury sofort gemeinsam getragen. Alle hatten, noch bevor die Beschreibung des Fotografen uns erreichte, den gleichen Eindruck von dieser Aufnahme. So ein Bild kann nur entstehen, wenn sich der Fotograf lange und intensiv mit dem Verhalten des Tieres beschäftigt. Die Bildkomposition erfordert ebenso ein Vorausdenken. Hinzu kam die Schwierigkeit, einen besonders scheuen Vogel als Bildmotiv zu wählen und in der heimatlichen Umgebung zu dokumentieren.

Dies ist nun wieder der Moment, in dem wir unsere Gedanken zu den Bildern und die Texte der Fotografen verarbeiten und zum jährlichen Glanzlichter-Buch zusammenfügen. Beim Lesen der Texte, die uns die Fotografen zu ihren Bildern gesandt haben, ist uns dieses Jahr besonders die unterschiedliche Sichtweise aufgefallen, wie jeder die Entstehung seines Bildes erlebt hat und beschreibt: Von der wissenschaftlichen Abhandlung über eine Landschaft bis hin zur ausführlichen poetischen Beschreibung des Motivs und dem Erleben der Situation. So entstanden dieses Jahr Geschichten zum Bild, die unterschiedlicher im inhaltlichen Stil nicht sein können.

Und genau dies zeigt, dass Naturfotografen nicht nur unterwegs sind, um Bilder „zu schießen“. Ein wahrer Naturfotograf erlebt seine Bilder und lebt mit seinen Bildern – manchmal auch nur durch sie weiter. Dies sollte die eigentlich Aufgabe sein: Motive zu suchen, sie ansprechend im Bild festzuhalten, den Menschen nahe zu bringen und dadurch die Natur zu schützen.

                                  

                                            Mara Fuhrmann

 

 
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