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Vorwort

Es ist das achte Glanzlichterjahr angebrochen und das dritte Jahr mit Beteiligung von digitalen Fotos in unserem Wettbewerb. Auffallend ist, dass die teilnehmenden Fotografen dieses Jahr mit viel Einsatz dabei waren. Im Schnitt wurden mehr Bilder pro Teilnehmer eingereicht als in den letzten Jahren – und dass macht uns stolz. Wir nähern uns langsam aber stetig unserer Schallgrenzen von zehntausend Bildern und hoffen, zum Zehnjährigen in zwei Jahren unser Ziel zu erreichen. Das Wichtigste jedoch ist, dass die Bilder, die die Juroren ausgewählt haben, Ihnen gefallen.
Mich persönlich hat als Veranstalterin in diesem Jahr neben der hohen Qualität der eingereichten Bilder auch das Engagement der beiden Juroren beeindruckt. Gleich nach Ankunft am Freitagabend wollten beide die Bilder sehen und mit der Arbeit beginnen. Und dies war gut so. Denn nur mit diesem Enthusiasmus und dieser Ausdauer konnten wir die Jurierung diesmal bewältigen. Heinz Teufel, GEO-Fotograf und Juror, hat am Sonntag, als alle Gewinner feststanden, folgendes gesagt: „Ich habe selten bei einer Jurierung erlebt, dass ich für meine Fotografie selber etwas dazu lernen konnte. Aber einige Bilder sind echte Kracher. Das ist auch richtige Fotografie.“ 

Es gibt immer wieder Diskussionen um die digitale Fotografie und die damit angesprochenen Manipulationen. Alexander Schneider sandte uns zu seinem Gewinnerbild „Sechs Rehe und ich“ auf der Seite 64 die folgende kurze Geschichte, welche die Situation vieler Naturfotografen treffend beschreibt. Er zeigte seinen Fotofreunden zuerst dieses Gewinnerbild aus einer Serie, die er mit diesen sechs Rehen aufgenommen hatte. Er war nicht wenig erstaunt, denn ihre anerkennenden Worte lauteten sinngemäß: „Die hast du gut reingestellt – sieht wie echt aus – man erkennt gar nichts“. Und plötzlich sah sich Alexander in der kuriosen Rolle als Verteidiger seines Werkes. So musste also Alexander für die „Echtheit“ den Wahrheitsbeweis antreten, oder er glaubte es mit Fotos aus der Serie tun zu müssen.
Ich schmunzelte über diese Geschichte, doch wenige Tage später wurde ich wieder einmal innerlich richtig wütend, als bei einem Naturfotografentreffen erneut an mich die Frage herangetragen wurde, wie wir es denn mit der digitalen Manipulation in unserem Wettbewerb halten.
Schon wieder musste ich meine Meinung kundtun. Nach wie vor finde ich, dass man ein Bild anschauen und genießen sollte. Vielen von uns ist über das Grübeln von eventuellen Manipulationen die Gabe verloren gegangen, ein Bild zu genießen. Den Eindruck, den ein Foto auf uns macht, Stimmungen, die es weckt oder mit seiner Aussage uns nur zur Ruhe bringt, alle diese Dinge, die ein Foto auslösen kann, sind verschwunden. Wir nehmen nicht mehr ein Bild in uns auf, sondern werden zu Suchenden. Und wenn wir nichts finden, wird nicht selten eine perfekte digitale Manipulation unterstellt.
Dabei gibt uns die digitale Fotografie einige interessante Vorteile gegenüber der analogen Fotografie. Mir persönlich würde jedoch die Spannung fehlen, die mich in den Tagen befällt, in denen ich auf die entwickelten Filme warte. Wenn die Dias vor mir auf dem Leuchtpult liegen, erlebe ich in meinen Bildern in allen Einzelheiten noch einmal meine Reise.
Doch sicher wird eines Tages kein Weg an der digitalen Fotografie vorbeigehen. Dies zeigt sich schon in unserem Wettbewerb. Die ständig steigenden Zahlen der eingereichten Digitalfotos sprechen für sich. Und zum ersten Mal ist ein Digitalfoto zum Gesamtsieger gewählt worden und dann auch noch eine Zooaufnahme. Doch die Geschichte hinter dem Bild ist faszinierend. Ein Tier hat seinen Lebensraum im Zoo zum Spielraum mit Beschäftigungstherapie umfunktioniert und der Besucher kann ungeniert und staunend zuschauen. Der Fotograf hat ein unglaubliches Fotodokument von diesem Verhalten einfangen können. Und noch besser ist, jeder von uns kann in diesen Zoo gehen und sich von den „Wahrheitsgehalt“ dieses Fotos überzeugen.

Wir freuen uns, dass es immer wieder unglaubliche Naturfotos gibt, die uns zeigen, es ist längst nicht alles fotografiert. Also nicht aufgeben und den Blick schulen. Die Glanzlichter warten jedes Jahr auf Ihre Fotos. 

  

                                   

                                            Mara Fuhrmann

 
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